8. Berlin Spezial – Tag 1

Heute und morgen gibt es jeweils nur eine Kurzzusammenfassung der einzelnen Einheiten. Einen längeren Post zum Lehrgang werde ich wahrscheinlich am Sonntag Abend oder Montag verfassen. Ich muss ja schließlich auch beim gesellschaftlichen Teil dabei sein :).

Erste Einheit (bis 6. Kyu) – Sensei Risto – Hüfte und Atmung

  • „Die Oberschenkel sind Hüfte“
  • „Warum sind Frauen heute so erfolgreich? – Weil sie immer genau das Gegenteil machen“ – das sollte eine Anspielung auf Gegenbewegungen (Higite) sein 😉
  • Bei jeder Technik ist der gesamte Körper bereiligt.
  • „Der Arm ist ein Teil des Körpers – ein sehr kleiner Teil – er macht nichts alleine“

Obwohl das Festzelt wartet muss ich an dieser Stelle noch etwas loswerden. Wenn es um Sensei Risto geht erzähle ich gerne die Story, wie er bei einem Lehrgang einen Schwarzgurt nach vorn geholt und an ihm demonstriert hat, wie ein Zuki korrekt ausgeführt wird. Zunächst mit Kraft – der Schwarzgurt spannte die Bauchmuskeln an und nix ist passiert. Dann völlig locker ohne große Anstrengung, dafür mit Einsatz des kompletten Körpers, hat es den Schwarzgurt fast einen Meter nach hinten geschleudert.
Nun, heute hat er das an mir demonstriert ;).

Zweite Einheit (ab 5. Kyu) – Sensei Risto – 3 Zeiten

  • „Zuki ist eine Beintechnik“
  • 1. Schwerpunkt sinken lassen (Locker) + 2. Schritt (Locker) + 3. Ippon (Kime) (+ 4. Locker)
  • Hüfte erst im letzten Moment (Ippon) drehen
  • Körpermasse einsetzen
  • Ellenbogen (bleiben) an der Hüfte

Dritte Einheit (bis 6. Kyu) – Sensei Naka – Brain Jogging 😉

  • Hüfte – Double-Twist
  • Oi-Zuki + Mae-Geri hinten absetzen gleichzeitig Tate-Shuto-Uke + Oi-Zuki
  • Age-Uke + Gyaku-Zuki + Mae-Geri hinten absetzen gleichzeitig Tate-Shuto-Uke + Gyaku-Zuki
  • Heian-Shodan mit den obigen Techniken und Drehungen über den Rücken vor jedem Oi-Zuki
  • Heian-Shodan endlos – jeder zweite Durchlauf ushiro

Vierte Einheit (ab 5. Kyu) – Sensei Naka – 3 Körperachsen

  • Vorstellung von drei senkrechten Achsen (Kopf, rechte- und linke Schulter)
  • Hüfte – Double-Twist
  • Tekki-Shodan intensiv – mit besonderem Augenmerk auf Hüftbewegung und Drehung über die jeweils richtige Körperachse
  • Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki + Mae-Geri hinten absetzen gleichzeitig Tate-Shuto-Uke + Gyaku-Zuki – unter Beachtung der jeweils richtigen Körperachse
  • Entfernung überbrücken durch Drehung über rechte oder linke Achse anstatt über die Mitte

Bilder gibt es wie üblich auf der zugehörigen Bilderseite.

Dienstagstraining – 2 Einheiten

Es sind Ferien und da mein Ersatztrainer heute spontan das Kindertraining übernommen hat, konnte ich zwei volle Einheiten trainieren.

Erste Einheit

  • Intensives Schnelligkeitstraining durch erhöhten Widerstand (Festhalten am Gürtel),
  • Expandertraining diesmal für die Füße (Mae- und Yoko-Geri).

Zweite Einheit

  • Kihon – ausgewählte Elemente der Heian-Katas,
  • Heian Shodan,
  • Heian Nidan,
  • Heian Sandan,
  • Heian Yondan,
  • Heian Godan.

Zum Laufen war mir danach aber nicht mehr zu Mute ;).

Montagsstraining – Energy Overload :-)

Nix hat weh getan. Erstaunlich!

Bei den Toriis gabs heute ganz ähnliche Schwerpunkte wie am Freitag in Freital.

  • Konditionstraining,
  • Distanzübungen (Pratzentraining und Happo-Kumite),
  • Schnelligkeitstraining durch erhöhten Widerstand (dieses Mal nicht mit Gummiseilen sondern durch Festhalten am Gürtel).

Aber das Beste kommt noch: Ich hab mein Mojo … äh meine Power wieder ;).

… deshalb war ich nach dem Training noch eine Runde Laufen. Nur eine kleine Runde aber es war richtig gut!

  • 2,63 km Ballenlauf,
  • 12,0 km/h (Durchschnitt),
  • 05:00 min/km,
  • Dauer: 00:13:11.

Freitagstraining – alles wird weh tun ;)

Heute stand Ganzkörperkompletttraining auf dem Plan. Los gings mit der Hüfte – Stichwort Körperverschiebung, gefolgt von Luzifer-Kizami-Zuki-Expandertraining… danach fliegen die Fäuste förmlich. Im Anschluss gab es noch eine Distanzübung und drei Runden Kata (Tekki Shodan, Bassai-Dai und Enpi). Und weil die Bauchmuskeln auch ihren Spaß haben wollten durften sie ganz am Ende auch noch einmal ran.

Morgen bleibe ich dann im Bett 😉

Dienstagstraining – Heian Godan

Nach meiner Kindertrainingseinheit ging es heute im Wesentlichen um Heian Godan und das entsprechende Kata-Bunkai. Daneben sind wir auch Heian Sandan und Heian Yondan gelaufen.

Irgendwie war ich heute total energielos und schlapp. Vielleicht liegt das daran, dass der innere Druck vor der letzten Kyuprüfung – dem letzten kritischen Pfad der nicht alleine von mir abhing – plötzlich abgefallen ist. Wie auch immer, die nächsten zwei Tage mache ich erst einmal komplett Pause.

Zweiter Lehrgangstag

Nach gestrigem Lehrgang, Turnier und Prüfung gab es heute ein „Auswertungstraining“ in dem Sensei Axel auf einige Themen eingegangen ist, die gestern besonders aufgefallen waren. Themen waren unter anderem das Distanzgefühl beim Kumite sowie über den Bauch gedrehter Yoko-Geri-Kekomi. Außerdem konnte ich einige sehr coole Übungen zum Bauchmuskeltraining mitnehmen.

Im Anschluss an den Lehrgang fanden die Prüfungen für den 9. bis 6. Kyu statt. Hier waren viele Kinder aus meiner Trainingsgruppe dabei und ich bin sehr stolz, sagen zu können, dass alle bestanden und ein gutes Bild abgegeben haben. Um die vielen kleinen Fehler werden wir in den nächsten Trainingseinheiten kümmern.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das vergangene Wochenende sehr lehrreich und erfolgreich war – großartig.

Bilder gibt es wie immer bald auf der entsprechenden Bilderseite.

Letzte Kyuprüfung :)

Heute fand der erste Teil des Karate-Lehrgang und Turnier mit Sensei Axel Dziersk statt. Der Schwerpunkt des Vormittags lag ganz klar auf Fußtechniken. Mit vielen Übungen wurde Beweglichkeit, das schnelle Anziehen des Beins, der korrekte Ablauf der Tritte, die Körperhaltung usw. trainiert.

Nach dem Mittagspause stand dann das Turnier auf dem Plan. Meine eigene Platzierung bewegt sich im Rahmen des üblichen und ist nicht weiter erwähnenswert. Ich freue mich aber sehr darüber, dass einige der Kinder meiner Trainingsgruppe schöne Leistungen gezeigt haben und gute Plätze erringen konnten!

Und dann kam die große – für mich sehr positive – Überraschung – meine Prüfung zum 1. Kyu fand bereits heute statt :).
Sensei Axel war natürlich wie immer sehr kritisch und wollte über das normale Prüfungsprogramm hinaus eine ganze Menge Kombinationen und Techniken sehen. Erstaunlicherweise musste ich aber lediglich drei Katas laufen (Heian Godan, Tekki Shodan und meine gewählte Senteikata – Jion). Hier war ich auf Schlimmeres gefasst ;). Nach ca. 40 Minuten war es vorbei und Axel hat mir eine lange Liste an Dingen aufgezählt, die ich bis zur Danprüfung verbessern muss. Alles in allem war die Prüfung gewohnt hart und lehrreich – und mein Gi klatschnass. Achso – ich hab natürlich bestanden ;).

Prüfung zum 1. Kyu bestanden

Morgen gibts noch einmal 2 Stunden Training. Dann werde ich auch wie gewohnt ein paar Bilder hochladen.

@Susi: Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen 3. Kyu!

Freitagstraining – intensive Prüfungsvorbereitung

Am Wochenende findet in Freital das alljährliche Karate-Lehrgang und Turnier mit Sensei Axel Dziersk statt. Das bedeutet, dass am Sonntag die Möglichkeit zur Gürtelprüfung besteht. Und da dieser Termin auch Teil meiner Planung ist, stand heute die entsprechende Vorprüfung mit unseren drei Senseis an. Zuvor gab es ein intensives Vorbereitungstraining (Danke Erik!!!).

Das Ergebnis der Vorprüfung – es gibt wie immer jede Menge Verbesserungspotential allerdings sind auch sehr gute Fortschritte erkennbar. Kurzum: die Prüfung findet statt :). Wenn alles klapp steht so also am Sonntag meine letzte Kyuprüfung an und dann beginnt die Danvorbereitung.

So, das waren heute 3 Stunden Training – zufriedenstellend :).

Dienstagstraining

Da ich eine halbe Stunde zu früh an der Halle war, bin ich ca. 30 Minuten die Sentei-Katas gelaufen.

Erste Einheit

  • Ich als Trainer: Prüfungsprogramm 9. und 8. Kyu.

Zweite Einheit

  • Konditionstraining
  • Schnelles Starten
  • Prüfungsvorbereitung (Kihon, Kihon-Ippon-Kumite).

Montagstraining

Bei den Toriis gab es heute Pratzentraining (Kizami-Zuki und Mae-Geri), Suri-Ashi und Tsugi-Ashi und intensives Katatraining:

  • Heian Shodan
  • Heian Nidan
  • Heian Sandan
  • Heian Yondan
  • Heian Godan
  • Hangetsu

Da am Wochenende wahrscheinlich meine Prüfung zum 1. Kyu ansteht (Vorprüfung am Freitag) bin ich im Anschluß noch ca. 45 Minuten lang alle verbleibenden prüfungsrelevanten Katas gelaufen:

  • Tekki Shodan
  • Bassai Dai
  • Jion
  • Enpi
  • Kanku Dai
  • Hangetsu

Benefizlehrgang für Namiki-Sensei

Die Einladung des Karataka eines befreundeten Vereins und die unglaublich hochkarätige Trainerbesetzung haben mich die letzten beiden Tage in Berlin verweilen lassen.
Zu Gunsten von Sensei Namiki, der schwer erkrankt ist fand dort ein Benefizlehrgang statt, der von diversen seiner Schüler organisiert und durchgeführt wurde.
Trainer waren

  • Gyula Büki – 7. Dan JSKF
  • Jörg Kohl – 7. Dan AJKA
  • Siegfried Gelz – 5. Dan AJKA
  • Helge Weiselowski – 5. Dan JSKF
  • Thomas Mehnert – 5. Dan JSKF
  • Peter Müller – 4. Dan JSKF

Helge Weiselowski kannte ich ja bereits vom DKV-Lehrgang im Juli außerdem wurden mir die AJKA-Trainer von einem meiner Senseis wärmstens empfohlen.

Sensei Namiki - Fahne

Das Training bestand aus je drei Einheiten pro Tag, die zwischen einer und zwei Stunden dauerten.

Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf Kihon und Kumite. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf das Thema Körperschwerpunkt und Atmung gelegt. Ich musste bei einigen Dingen ganz unweigerlich an Sensei Risto Kiiskilä denken, der ebenfalls großen Wert auf diese beiden Punkte legt. Vor allem die Atmung bei mehreren kurz hintereinander folgenden Techniken sowie das „Sinken“ vor einer schnellen und starken Technik waren die ganze Zeit Thema. Außerdem gab es eine Menge Übungen – alleine und mit ein oder zwei Partnern – zum Thema Hüfteinsatz, sicherer Stand und schnelle Konter (Sen no Sen).

Nach einer kurzen Kihoneinheit stand Tag zwei heute ganz im Zeichen der Kata. Meine Gruppe hat intensiv die beiden Katas Enpi und Kanku-Sho trainiert. Ins Besondere die Sprünge haben uns eine ganze Weile beschäftigt.

Zum krönenden Abschluss erzählte Sensei Büki davon, wie hart das Training früher bei den japanischen Meistern gewesen sei und wir durften eine kleine Kostprobe mit ca. 300 Wiederholungen einer Gyaku-Zuki-Kombination erleben ;). Ich bin ja totaler Fan von solchen Aktionen und mit der richtigen Atmung ist man danach zwar völlig nassgeschwitzt aber nicht außer Atem.

Zusammenfassend – ich habe zwei großartige und sehr intensive Trainingstage hinter mir!
Bilder gibts wie üblich auf der zugehörigen Bilderseite.