19. April. 2019 12:01

Japan – Heimreise – Fazit

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die letzten zwei Wochen sind wie im Fluge vergangen. Kaum waren wir in Tokyo angekommen, ging es auch schon weiter nach Kyoto, Tohoku, Chiba und Okinawa. Und nun sitze ich schon wieder im Flugzeug nach Frankfurt.

Jeder einzelne Tag dieser Reise war vollgepackt mit tollen Erlebnissen. Unzählige Tempel und Schreine finden sich in den über 3000 bereits einmal aussortierten Photos. Wir haben bei hochkarätigen Trainern wie Ogane Sensei, Naka Sensei, Nakasuka Sensei, Kato Sensei, Shina Sensei und Morinobu Sensei trainiert. Jeden Abend gab es köstliches japanisches Essen. Durch die langjährige Japanerfahrung von Schlatt haben wir unglaublich viel von der japanischen Kultur erlebt und nicht nur die Touristenorte gesehen. Sogar in einem echten buddhistischen Tempel haben wir gewohnt. Die Unmenge an konzentrierten Eindrücken werde ich in den nächsten Wochen erst einmal verarbeiten müssen.

Auch wenn es das ein oder andere Mal etwas stressig zuging kann ich nicht anders, als zu dem Schluss kommen, dass sich diese Reise absolut gelohnt hat und für mich sicher nicht die letzte ihrer Art gewesen sein wird. Nicht zuletzt hat der angenehme Umgang innerhalb unserer Reisegruppe dazu beigetragen.

Jetzt ist erst einmal Ostern. In den nächsten Tagen wird also etwas Ruhe einkehren. Mit etwas Abstand werde ich dann in den nächsten Wochen alles Revue passieren lassen, Photos sortieren und mit Sicherheit auch den ein oder anderen neuen Impuls im Training meiner TAMESHIWARIs einbauen.

18. April. 2019 11:51

Okinawa – letzter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Der letzte Tag meiner Japanreise war etwas ruhiger als die vorherigen. Offiziell ging es erst um 11:00 Uhr los. Peggy, Axel, Walther und ich haben uns daher zum ausführlichen und ganz gemütlichen Frühstück getroffen und sind noch einmal „Bummeln“ gegangen. Dabei haben wir ausgiebig eine gefühlt endlos lange Einkaufspassage abgeklappert. Je weiter wir uns ihrem Ende genähert haben, umso weniger Kram gab es und umso authentischer wirkten die angebotenen Waren. Interessanterweise traf das auch auf die Preise zu 😉 . Es scheint, als hätten wir am letzten Tag noch eine Ecke entdeckt, die nicht in erster Linie für die Touristen gemacht ist.

Pünktlich um 11:00 Uhr sind wir dann allesamt mit Taxis zum Okinawa Karate Kaikan – einen riesigen Gebäude, dass von allerlei Kampfkünsten zum Training genutzt wird – gefahren. Nachdem wir das etwas separierte Shihan-Dojo in seiner wunderbar idyllische Umgebung bestaunt hatten, ging es mit dem letzten gemeinsamen Training im Kaikan los. Dabei sind wir abwechselnd jeweils eine Heian- und ihr Gegenstück aus den Sentai-, und am Ende noch einige höhere Katas gelaufen.

Ich konnte dabei die Gelegenheit nutzen und in dieser tollen Umgebung meine nächste Prüfungskata (Chinte) Axels korrigierendem Blick unterwerfen. Die Verbesserungen habe ich wie üblich in der „Axel-Korrekturliste“ festgehalten. Bis zur Prüfung wird das denke ich alles passen.

Das Training war ein großartiger Abschluss des Karateteils der Reise. Da werde ich noch lange von zehren.

Nach dem Duschen und einem kurzen Besuch im angeschlossenen Karatemuseum, ging es an den Strand. Das Wetter war dafür geradezu perfekt. Während wir uns im warmen Pazifikwasser „abgekühlt“ haben, konnten die Gis in aller Ruhe in der Sonne trocknen. Der Strand war übersät von angespülten Korallenstücken. Ich habe einen ganzen Beutel mit den schönsten Stücken eingesammelt. Später musste ich lesen, dass die Einfuhr in die EU untersagt ist. Also bleiben sie leider auf der Insel.

Anfangs hatte ich gehofft, dass wir mehr Zeit für den Strand haben. Aber nach den sehr konzentrierten Erlebnisstagen der letzten zwei Wochen muss ich sagen, dass ich mich hier wohl sehr schnell gelangweilt hätte. Die knapp zwei Stunden waren mehr als genug.

Nachdem Rucksack, Koffer und Seesack gepackt waren, ging es ein letztes Mal in die Gaststätte zum gemeinsamen Abendessen. Abgesehen von der Tatsache, dass der Pflaumenwein mit jedem bestellten Glas dünner wurde – waren die Speisen auch am letzten Abend einfach großartig. Ich denke das leckere Essen werde ich in den kommenden Tagen am meisten vermissen (ich muss unbedingt eine Quelle für diese leckeren Sojaschoten auftun 😉️).

Im Fourier haben wir den Abend ausklingen lassen.

Morgen geht es nach Hause.

Gute Nacht und bis morgen.

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17. April. 2019 17:16

Okinawa – elfter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Nach dem gestrigen etwas ernüchternden Start auf der Insel ging es heute mit voller Wucht in die vorletzte Runde. Und die hat für alles entschädigt.

Nach dem Frühstück im Hotel bin ich mit Peggy und Axel erst einmal durch sämtliche Kitschläden gepilgert und habe noch die letzten kleinen Mitbringsel besorgt. Dabei sind wir in einer Passage plötzlich auf eine halboffene Tür gestoßen, die zu einem Fischmarkt führte. Auch wenn die oilfaktorischen Eindrücke sich hier nur schwer wiedergeben lassen, so vermitteln doch die Bilder einen ganz guten Eindruck – HAMMER!

Die erste offizielle Etappe des heutigen Tages war der Besuch des Schlosses in Shuri – einer beeindruckenden Burganlage. Auch hier sollen die Bilder für sich sprechen.

Nach einem kleinen Mittagssnack ging es weiter zur Funakoshi-Gedenktafel.

Doch jetzt kam das Highlight des Tages – Training im Budokan bei Morinobu Maeshiro einem über siebzigjährigen Träger des 10. Dans im traditionellen Okinawa-Karate. Die Ruhe, Gelassenheit und Lockerheit, die dieser Mensch ausgestrahlt hat werde ich wohl sehr lange in bewundernder Erinnerung behalten.

Trainingsnotizen

  • Sabaki nur mit der Hüfte (Drehung, nicht rausgehen)
  • Angriff Zuki -> Nagashi-Uke + Übernehmen und Greifen (nicht ziehen) + anderer Arm Hebel am Ellenbogen (nur mit der Hüfte Hebeln)
  • Tekki Shodan:
    • Shotokan: Haishu Uke, Okinawa: Haito Uke
    • Nami-Gaeshi: Block gegen Kin-Geri oder Fege wenn man „im“ Gegner steht

Und auch dieser Tag endete mit einem leckeren Essen. (… und stundenlangem Bilderhochladen, da das WLAN hier nicht viel taugt 😉 )

Morgen ist der letzte richtige Reisetag in Japan. :'(

Gute Nacht und bis morgen.

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16. April. 2019 23:27

Okinawa – zenter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Unser kurzer Aufenthalt in Chiba ist zu Ende und so ging es heute direkt nach dem Aufstehen ans packen – und das gleich doppelt. Natürlich wurde wieder alles in den Koffern verstaut, vor allem aber mussten die Koffer irgendwie so in den Bus gepackt werden, dass auch noch 22 Menschen hinein passten 😉 . Gut, dass ich früher Tetris gespielt habe 😉 .

Am Flughafen in Tokyo gab es dann erst einmal Kaffee und ein kleines Frühstück. Wenige Stunden später waren wir in Naha (Naha-Te) auf Okinawa.

Hier ging es erst einmal ins Hotel. Und bereits auf dem Weg dahin wurde klar, dass es ganz anders – viel touristischer – ist, als ich es erwartet hatte – ein Souvenirladen am anderen und dabei auf den ersten Blick wenig Authentisches.

Getoppt wurde die Ernüchterung noch durch den Besuch im Shureidoladen. Ich hab keine Ahnung, was die Leute alle an den Gis finden – inzwischen vermute ich dass das nur so ein Markendingens ist – ala „ich hab einen Gi von Okinawa“. Ich habe einige anprobiert – und mal abgesehen davon, dass fast alle aus Kunstfaser (Polyester) bestehen, hat mich der Schnitt so überhaupt nicht überzeugt. Ich werde definitiv bei Saiko Sports bleiben.

Neben den Gis gab es etliches an Sportkaratezubehörkram wie gigantische Faustschützer, billig wirkende Kunstlederpratzen, einiges an Merchandise und wieder jede Menge Tourikram – enttäuschend!

Das einzige, was meine Stimmung hier zunächst etwas und später ganz deutlich verbessert hat, waren die Makiwaras – und vor allem die verwendete Reisstrohkordel. Die gab es nämlich für vergleichsweise kleines Geld auch separat. Und natürlich hab ich sie jetzt hier 🙂 .

Mit besserer Stimmung ging es nun zu einem weiteren superleckeren Abendessen.

Das Highlight aber war der Besuch der Dojobar. Davon hatte ich im Vorfeld von mehreren Leuten gehört und jeweils eine klare Empfehlung bekommen. Die Kneipe wird von einem Engländer betrieben, der selbst Karate trainiert. Alle Wände sind vollgeschrieben mit Namen von Besuchern und Dojos. Und natürlich wurde auch das Bannewitzer Dojo TAMESHIWARI so groß unübersehbar wie nur irgend möglich verewigt.

Und natürlich hab ich den Schlangenschnaps (Habu-Sake) probiert 🙂 . Damit fand ein etwas anstrengender Tag ein wirklich tolles Ende.

Gute Nacht und bis morgen.

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15. April. 2019 6:11

Chiba – neunter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die Zeit im Tempel von Anki ist zu Ende.

Nach einem guten Frühstück und sehr herzlicher Verabschiedung von Anki und seiner Familie, wurde der Bus beladen und es ging los in Richtung Tokyo – das letzte Stück mit dem Hayabusa.

In Tokyo warteten bereits Sensei Shina und seine Tochter auf uns. Mit seinem privaten Bus hatten wir eine lustige Fahrt 😉 bis zu seinem Haus mit dem beeindruckenden angeschlossenem Dojo in Chiba. Mit so viel Gepäck hatten sie wohl nicht gerechnet.

Eine gute halbe Stunde nach unserer Ankunft in Chiba ging es direkt mit dem Training los. In ca. 2,5 Stunden ging es von den Basics wie Ground Power, Hüfteinsatz und schnelles Vorgehen, über Kata und ihre Bedeutung bis hin zum lockeren Freikampf.

Durch die Art seiner Intonation war das Training sehr motivierend und fordernd. Dabei hat Shina Sensei immer wieder kurze Erklärpausen eingelegt und uns so Zeit zum Ausschwitzen geben 😉 .

Trainingsnotizen

  • Heian Shodan (Kihon basics, Wendungen)
  • Heian Nidan -> Bassai Dai (Gyaku Hanmi)
  • Heian Sandan -> Kanku Dai (Hüftvibration)
  • Heian Yondan -> Jion (Kokutsu-Dachi, Kakiwake-Uke sehr langsam)
  • Heian Godan -> Enpi (Sprung)
  • Power aus den Beinen
  • Fersen immer am Boden (japanische Kultur – Fußsohlen niemals jemandem zeigen, der gesellschaftlich über einem steht oder dem man etwas schuldet)
  • Drehen auf der Ferse (in Kraftrichtung)
  • schnell vor mit Oi-Zuki: kein Halbkreis (Banane) – Kraftrichtung nur nach vorn

Direkt im Anschluss an das Training waren wir wieder einmal im Badehaus – dem größten und modernsten bisher.

42 Grad im Bad, 90 Grad in der Sauna und 16 Grad im Abkühlbecken – das hat dem Kreislauf mit Sicherheit gut getan. Mein Puls ist jedenfalls mehrfach zwischen 80, 50 und 120 Schlägen pro Minute gewechselt.

Der letzte Programmpunkt des heutigen Tages hieß Abendessen im Dojo. Die Familie von Shina hatte ein wunderbares Essen für uns vorbereitet. Sehr würdig vor dem Dojo-Schrein haben sich etliche von uns an der sehr leckeren, aber auch unglaublich heißen Suppe die Zunge verbrannt 😀 .

Nach dem Essen wurde ich als Whiskytrinker sogar noch in das private Haus von Shina Sensei eingeladen.

Auch der neunte Tag meiner Japanreise hat so ein sehr schönes Ende gefunden.

Morgen geht es auf die letzte Etappe nach Okinawa.

Gute Nacht und bis morgen.

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14. April. 2019 14:12

Tohoku – achter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die erste Nacht im Tempel war … COOL. Ich bin sogar mit nur einem Futon ausgekommen 😉 und habe so richtig gut geschlafen. Und das obwohl es hier natürlich so gut wie keine Privatsphäre gibt.

Nach dem Aufstehen wurden wir von Anki und seiner Frau mit einem kontinentalen Frühstück überrascht. Bei super Wetter und traumhaften Blick haben wir Rüherei, Toast und Marmelade verputzt. Sogar hier hat sich der Erfindungsgeist, aber auch das fehlende Bewusstsein für unnötigen Müll gezeigt. Marmelade gibt, einzeln abgepackt, in Kombination mit Butter. 😀

Nach dem Essen ging es mit dem Bus nach Mitsushima. Hier haben wir im Schnelldurchlauf den Tempel besichtigt und dann eine tolle Fahrt mit dem Schiff unternommen und konnten tolle Bilder der vielen kleinen Inseln gemacht

Eine Riesenüberraschung war, dass ich das an quasi jeder Ecke auf das Mon von Date Masamune gestoßen bin. Zu dem Samurai habe ich eine ganz besondere Beziehung, hieß doch mein erstes Dojo, in dem ich vor vielen Jahren mit dem Training des Karate begonnen habe „Date Löbau„. Später habe ich das Wappen auch auf einer großen Kiste im Tempel von Anki entdeckt.

Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, haben die Japaner Humor. Für die, die des Japanischen nicht mächtig sind (nicht, dass ich es wäre 😉 ) – „kazides“ = „Das ist Feuer“, „ashides“ = „Das sind Füße“, „aides“ = „Das ist Liebe

Nach Ramen zum Mittag, Reiskeksen und Kaffee zum Vesper, war wieder Baden angesagt. In einem deutlich größeren Badehaus haben wir eine gute Stunde unsere Körper gereinigt 😉 und das warme Wasser und das Ambiente genossen

Dann war Party!

Anki Sensei hat tatsächlich die High Society der Region eingeladen. Der Bürgermeister war ebenso anwesend, wie der JKA-Kumite-Champ von 2017.

Alles in Allem war das wieder ein unglaublich erlebnisreicher Tag.

Gute Nacht und bis morgen.

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13. April. 2019 11:28

Tohoku – siebenter Tag – Bergfest

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Bergfest 😁😭 – Auweia, schon liegt die Hälfte dieser großartigen Reise hinter mir. Aber die zweite kommt noch :D.

Am siebenten Tag hieß es früh aufstehen. Denn heute ging es auf in den Norden von Japan, in den Tempel von Anki Sensei. Doch vorher sollte es zur Abwechslung mal ein ganz gemütliches Frühstück beim Starbucks geben.

Mit dem Shinkansen ging es vorbei am Fuji San mit nach Miyagi Osaki City. Hier angekommen trafen wir auf Anki und einen Teil seiner Familie. Völlig unerwartet ging es dann in eine Turnhalle. Doch statt Karate haben wir mit einer national wohl recht erfolgreichen Mannschaft Volleyball gespielt.

Nachdem meine Mannschaft mit Hilfe der Teamcaptain gewonnen hat 😉 ging es weiter zum Tempel von Anki Sensei. Und – was soll ich sagen – das „Ding“ ist gigantisch. Und hier werden wir die nächsten beiden Nächte verbringen. WOW!

Anki und seine Frau zeigen sich unglaublich großzügig. Nach dem Besuch eines traditionellen japanischen Bades (Onsen), waren wir alle zum All-you-can-eat-Abendessen eingeladen. Und im Anschluss ging die Party im Tempel bis spät in die Nacht weiter, kleine Geschenke wurden ausgetauscht und da das hier ja nun eben ein Tempel ist, habe ich sogar zwei individuelle Kalligraphien von Anki bekommen.

Gute Nacht und bis morgen.

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12. April. 2019 15:33

Kyoto – sechster Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Heute war wieder Tempeltag. Drei tolle Anlagen standen auf dem Plan. Los ging es gleich früh mit dem Higashi Hongan-ji. Der Tempel ist nur wenige Laufminuten vom Hotel entfernt. Laut einer Schautafel ist er 4x abgebrannt und wurde jedes Mal wieder aufgebaut.

Dann war Treffpunkt am Bahnhof und es ging nach Nara

Hier angekommen ging es sogleich los Richtung Tōdai-ji, dem „großen Tempel des Ostens“. Auf dem Weg dahin sind wir aber zunächst auf den Kōfuku-ji gestoßen.

In den vergangenen Tagen ist Walther mir die ganze Zeit mit seinem Kalligraphie-Stempel-Buch auf die Nerven gegangen 😉 . Am meisten genervt hat mich, dass ich mir nicht gleich am ersten Tag auch eines besorgt hatte 🙂 . Das habe ich heute umgehend nachgeholt und mir meine erste Kalligraphie hier in diesem buddhistischen Tempel geholt.

Dann aber war, begleitet von einer Herde junger Hirsche, die sich gerne streicheln und füttern ließen, die Hauptattraktion des Tages an der Reihe – der Tōdai-ji – das größte, ausschließlich aus Holz gebaute Gebäude der Welt.

Und nun sitze ich in meinem Zimmer und werde versuchen, diese Nacht ein paar Stunden mehr Schlaf abzubekommen, denn morgen verlassen wir Kyoto und es geht auf zur nächsten Etappe – zu Anki-Sensei nach Tohoku.

Gute Nacht und bis morgen.

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11. April. 2019 18:10

Kyoto – fünfter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die erste Nacht im Futon“bett“ – also quasi auf dem Fußboden war … interessant. Ich hab mir ja wirklich Mühe gegeben, aber nach einer Stunde Wälzen habe ich aufgegeben und die restlichen drei Futons, die ich noch im Schrank gefunden habe übereinandergelegt. Im Anschluss hatte ich eine sehr erholsame Nacht 😉 .

Apropos Nacht. Hier ist es bereits wieder halb eins – daher fasse ich mich auch heute wieder kurz und lasse mehr die Photos sprechen.

Wie üblich ging es mit Frühstück-To-Go los. Das erste Ziel hieß Kinkaku-ji (Goldener Pavilion Tempel).

Dann ging es direkt weiter zum Kiyomizu Tempel – einer riesigen buddhistischen Tempelanlage.

Im Getümmel habe ich hier leider den Anschluss zur Gruppe verloren. Aber da alle Treffpunkte jeweils gut abgesprochen sind und unser Reiseleiter Schlatt immer genauestens erklärt, wie wir zurückkommen, falls wir uns verlieren, war das kein Problem. Da ich nun nicht mehr auf die anderen warten musste, hatte ich etwas Zeit und habe seit langer Zeit mal wieder einen Geocache gefunden – und was soll ich sagen, er lag am Gründerhaus von Nintendo 😀

Nun ging es zum Training. Und das war heute besonders gut. Wir waren im Dojo der Ottani-Universität und haben 2,5 Stunden (mit mehreren kurzen Trinkpausen) bei den beiden Senseis Nakatsuka und Kato trainiert.

Für die Kinder gab es am Ende wieder Schokolade von uns und dieses Mal haben sogar wir ein paar Süßigkeiten bekommen 😀

Der Tag endete ähnlich wie der gestrige bei leckerem Essen und dem gemeinschaftlichen Bad

Und jetzt … Gute Nacht und bis morgen.

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10. April. 2019 4:08

Kyoto – vierter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Um bis zur letzten Minute im Bett bleiben zu können, habe ich gestern noch nach der Party alles zusammengepackt.

Denn heute lassen wir Tokyo hinter uns und fahren nach Kyoto, wo wir drei weitere Tage verbringen werden.

Pünktlich um 8:30 Uhr ging es los Richtung Bahnhof. Und nun sitzen wir alle gemütlich im Zug und ich nutze die Gelegenheit, um ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Fisch, Nudeln, Reis, Geflügel

Das Einzige, wovor ich anfangs etwas Respekt hatte, ist das Essen. Doch das war völlig unbegründet. Es ist sehr reich an Eiweiß und arm an Kohlenhydraten. Und da bisher alles super-lecker schmeckt muss ich sagen, dass ich mich daran gewöhnen könnte.

Respektvoller Umgang

Was mir hier ebenfalls sehr gut gefällt ist, wie die Menschen miteinander umgehen. Auch wenn eine gewissen Distanziertheit zu spüren ist, wird man an jeder Stelle respektvoll behandelt. Trotz des großen Gedränges in der Innenstadt, bin ich noch kein einziges Mal angerempelt worden. Jeder Japaner, mit dem ich bisher interagiert habe war freundlich und hilfsbereit. Generell bevorzuge ich klaren und direkten Umgang, aber die dezente Höflichkeit, die hier überall zu spüren ist, ist auch sehr angenehm.

Interessanterweise scheint sich das auch auf unsere Gruppe zu übertragen 😉 .

Gelassene Hektik

Jeder hier scheint immer beschäftigt zu sein. In der U-Bahn, auf den Straßen – überall herrscht ein ständiges Gewusel. Wenn man in die Gesichter der Menschen schaut, dann sieht man trotzdem kaum Stress, sondern eine zielstrebige Gelassenheit und Ordnung.

Müll

Nirgends liegt Abfall. Mir ist absolut schleierhaft, wie das funktioniert.

Zu jedem kleinen, bereits separat abgepackten Snack bekommt man noch eine Tüte. Jedes noch so kleine Ding ist in Folie eingewickelt.

Ich habe selten so viel unnötige Verpackung gesehen wie hier. Trotzdem ist es überall sauber, und das obwohl man teilweise ewig nach einem Mülleimer suchen muss.

Tatsächlich habe ich die letzten zwei Tage quasi immer Müll dabei gehabt und ständig nach Abfallbehältern Ausschau gehalten.

Es scheint so, als würden auch die Einheimischen ihren Müll stets mitnehmen. Denn so etwas wie eine Stadtreinigung habe ich bisher nicht gesehen.

Auf nach Kyoto

So, nun werde ich die verbleibenden 2 Stunden im Zug nutzen, und etwas Nachtschlaf nachholen…

— schnipp —

Vor Kyoto haben wir die Himeji Castle besucht, den Inbegriff der japanischen Burg. Das Wetter hat uns heute zwar etwas im Stich gelassen, trotzdem sind hier eine ganze Menge tolle Photos entstanden

In Kyoto angekommen wurde kurz der Bahnhof bestaunt und dann ging es erst einmal in unser Quartier. So, genau so habe ich mir eine japanische Unterkunft vorgestellt. 🙂 Großartig.

Ich bin gespannt, wie ich in der ersten Nacht auf dem Fußboden schlafen werde

Nachdem wir uns häuslich niedergelassen hatten, ging es noch einmal in Richtung Bahnhof. Hier lasse ich wieder Bilder sprechen.

Zusammen mit Peggy, Axel und Walther war ich wieder richtig toll Abendessen. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen haben wir dieses Mal nicht die „Flatrate“ genutzt, sondern bezahlt, was gegessen wurde. Naja, der Preis war in etwa der gleiche.

Das Ende des Tages bestand aus dem Besuch eines traditionellen japanischen Bades, dass es hier im Hotel gibt.

Und jetzt … Gute Nacht und bis morgen.

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9. April. 2019 18:16

Tokyo – dritter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Der dritte Tag, der letzte in Toyko war unglaublich dicht gepackt mit Erlebnissen.

Frühstück gab es wieder „auf die Hand“ und es ging direkt zum Rathaus, von dem aus man einen gigantischen Blick über die Stadt hat. Hier wird einem erst einmal klar, wie groß und vor allem wie dicht bebaut Tokyo ist.

Danach sind wir in die Innenstadt gefahren – an die berühmte Shibuya Crossing. Hier sind Peggy, Axel, Walther und ich erst einmal ganz gemütlich Kaffeetrinken gewesen. Dann gings zum Shopping 🙂 .

Nicht ganz 2 Stunden später waren wir dann bereits am Sengaku-ji, dem Tempel und Grab der 47 Ronin.

Nach einer ganz kurzen Dusch- und Ruhepause ging es direkt weiter mit Training bei Sensei Naka.

Der krönenden Abschluss war ein gemeinsames Essen mit Sensei Naka und einem seiner Freunde, der kürzlich gereiratet hat. Die Stimmung war unglaublich und das Essen wieder einmal köstlich.

So, das wars für heute im Schnelldurchlauf. Der Leser möge mir die Kürze des Textes verzeihen. Es ist hier bereits kurz vor eins und ich muss jetzt dringend ins Bett.

Morgen geht es nach Kyoto


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8. April. 2019 5:08

Tokyo – zweiter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Nach einer sehr guten Nacht bin ich (fast) ohne Wecker munter geworden – eine Seltenheit. Kaffee und ein kleines Frühstück gab es beim Family Mart. Und schon haben wir uns auf den Weg zum ersten Training im Honbu-Dojo der JKA gemacht

Hier bin ich gleich ordentlich ins Schwitzen gekommen. Nach einer kurzen Erwärmung ging es mit etwas Kihon los. Ogane-Sensei hat das ganze Training lang großen Wert auf das Thema Masseverschiebung (Körperverschiebung) gelegt. Das ging schon beim Zuki aus Heiko-Dachi los. Nach einer Partnerübung, bei der es wieder primär darum ging, nicht nur mit den Armen und dem Oberkörper zu arbeiten, sondern mit den Beinen und der Hüfte, ging es mit Kata weiter.

Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan, Tekki Shodan und Bassai Dai waren dran. Die meiste Zeit haben wir uns dabei bei der Tekki aufgehalten. Hüfteinsatz, Blickwendung, Nami-Gaeshi waren hier die Schwerpunkte.

Nun werde ich mich eine viertel Stunde ausruhen und dann gehts zum Mittagessen. Am Nachmittag besuchen wir den Meiji Schrein und am Abend gibts noch einmal Training im Honbu-DojoM.

— schnipp — später mehr —

Der Meiji-Schrein ist eine beeindruckende Anlage mitten im Wald – mitten in Toyko. Da lasse ich lieber ein paar Bilder sprechen.

Der Besuch des Shiseikan-Dojos (Bogen), dass sich ganz in der Nähe des Schreins befindet ist etwas anders ausgefallen, als geplant. Leider durften wir, um die Trainierenden nicht zu stören nur aus großer Entfernung zuschauen.

Nach dem Sightseeing ging es dann für 1,5 h in die Innenstadt zum Shoppen. Viel hab ich nicht gekauft (es ist ja erst der zweite Tag), aber eine kleine Erinnerung war dann doch dabei 🙂 .

Nach einer etwas stressigen Kaffeepause (die Zeit saß uns im Nacken) ging es nach einer weiteren Trainingseinheit bei Sensei Ogane, mit der Bahn in einen anderen Teil Tokyos. Ein langjähriger Freund unseres Reiseleiters Schlatt führte uns in ein Restaurant, das wohl kein Tourist jemals von innen gesehen hat. Sowar uriges hab ich lange nicht gesehen. Das Essen war eine Größenordnung besser als das gestrige (das auch sehr lecker war). An den ganzen rohen Fisch kann ich mich wirklich gewöhnen. Eine besonders spannende kulinarische Erfahrung waren Sushi, die mit Wasabi gefüllt waren – allerdings nicht der Paste, die man sonst so kennt. Das fühlt sich an, als würden für einen ganz kurzen Moment Nase und Rachenraum freigebrannt. Aber so schnell und unvermittelt wie das es einen überkommt, so schnell ist es auch schon wieder vorbei – UNGLAUBLICH! Ich weiß nicht mehr, wie viele von diesen Dingern ich gegessen habe, ich bin jetzt jedenfalls süchtig …

Bei großartiger Stimmung (die Gruppe ist toll) haben wir mehr bis kurz vor Mitternacht gesessen und unseren Spaß gehabt.

Morgen geht es zu den 47 Ronin und am Abend steht ein Besuch bei Sensei Naka auf dem Plan.


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7. April. 2019 15:44

Tokyo – Anreisetag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Aufgrund der Zeitverschiebung ging die Anreise direkt in den ersten Urlaubstag über.

Der Flug war OK. Ich bin ja schon oft geflogen, aber noch nie mit einer so riesigen, zweistöckigen und dreireihigen Maschine. Das Essen war so lala, das Unterhaltungsprogramm OK und ich konnte eine Weile schlafen.

Nach der Landung in Tokyo waren noch ein paar organisatorische Dinge zu erledigen – Einreisevisum, Japan Rail Pass usw. Dann ging es zum Hotel.

Selbiges ist zweckmäßig und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

Nach einer ganz kurzen Dusch- und Ankommpause ging es direkt los auf die erste Sighseeing-Runde. Ca. eine Stunde verbrachten wir am Yasukuni-Schrein, wo wir die Kirschblüte in ihrer vollen Pracht bewundern konnten :). Auf dem Weg zum Abendessen sind wir noch am Nippon Budokan vorbei gekommen, in dem im nächsten Jahr die Karate-Wettkämpfe im Rahmen der Olympischen Spiele stattfinden werden.

Und dann kam das Abendbrot. Über zwei Stunden lang haben wir lauter (bestimmt total gesunde) Dinge gegessen und Sake getrunken.

Morgen Vormittag steht als erster Punkt Training im JKA-Honbu-Dojo auf dem Plan.

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6. April. 2019 9:06

Auf nach Japan

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Bei einem gemütlichen Abendessen vor mehr als einem Jahr hatten Walther und ich uns überlegt, gemeinsam einen Karatetrip nach Japan zu unternehmen.

Ursprünglich sollte es 2020 soweit sein. Aber relativ schnell wurde klar, dass es im Jahr von Olympia wohl deutlich teurer und stressiger würde. Also wurde umgeplant. Und welche eine Freude – auch Sensei Axel und Peggy haben sich entschlossen, mitzukommen. Die gute Gesellschaft war also schon einmal sicher!

Wie es halt so ist, bekommt man Dank selektiver Wahrnehmung auf einmal mit, dass quasi alle, die man so üblich auf Lehrgängen trifft, das schon einmal gemacht haben und auf einmal voller Begeisterung davon berichteten. Nun, da reihe ich mich nun also ein ;).

Ende Oktober ging es dann so langsam mit den Vorbereitungen los.

Der Reisepass war schnell beantragt.

Dann stand ein Japanischkurs auf dem Programm. Nun… ja also mit gesprochenen Sprachen hab ich es ja nicht so (Java, C, python sind OK ;)), und da ich bereits für den Kurs einen Abend freimachen und fast drei Monate auf das Dantraining verzichten musste, blieb leider nur sehr wenig Zeit zum Üben. Entsprechend mager sieht das Ergebniss aus. Mal sehen, ob ich mit den paar Wörtern, Wendungen und Schriftzeichen, die ich mir gemerkt habe was anfangen können werde.

Als nächstes mussten ein paar Gastgeschenke organisiert werden. Laut unseres Reiseleiters Schlatt sollte es möglichst etwas regionales oder zumindest deutsches/europäisches sein. Mein erster Gedanke war erzgebirische Schnitzkunst. Leider hat mich meine diesbezügliche Bestellung völlig zerstört erreicht. Also habe ich ein paar Dresd’ner Gedenkmünzen mit dem Abbild der Frauenkirche besorgt. Und natürlich ist auch ein Stapel Rittersport-Schoki mit dabei.

Spannend war nun noch die Frage, wie ich denn in den 14 Tagen mit der Welt kommunizieren kann ;). Überraschenderweise gibt es bei den gängigen deutschen Providern keinerlei Optionen für Japan. Und 2 € pro Megabyte waren mir dann doch etwas zu happig. Angeblich gibt es in den größeren Städten an jeder Ecke kostenfreies WLAN, aber darauf wollte ich mich dann doch nicht verlassen. Also habe ich wenigstens für 8 Tage (10. bis 17.04.2019) eine japanische Datenkarte besorgt. Kurzum Telefonieren is nicht, aber per Messenger (WhatsApp, Threema, Signal, Telegram, Skype) und per E-Mail bin ich zumindest zeitweise erreichbar.

— schnipp – – –

Es gibt die erste Verzögerung – „Gegenstände“ auf dem Gleis – 20 bis 30 Minuten wird es dauern.

Gut, dass ich reichlich Zeitpuffer eingeplant habe.

— schnipp – – –

In den letzten Wochen vor Reisebeginn nahm dann langsam auch die Kommunikation innerhalb der Reisegruppe Fahrt auf. Die langfristige Organisation durch Schlatt macht schon einmal einen guten Eindruck. Das verspricht eine lustige Zeit zu werden.

Die letzten Vorbereitungen bestanden dann noch im Besorgen einiger Kleinigkeiten wie Stromadapter, Speicherkarten für die DSLR und die GoPro usw.

— schnipp – – –

In wenigen Minuten geht es weiter – Umleitung über Leipzig – mit 60 bis 90 min. Verspätung.

— schnipp – – –

Nur noch packen und dann kann es losgehen. Ich hatte mir fest vorgenommen, nur die Hälfte des gebuchten Gepäckgewichtes auszunutzen. Das war eine Herausforderung, hab aber geklappt.

Und jetzt muss ich nur noch rechtzeitig in Frankfurt ankommen, dann kann das Abenteuer beginnen.

— schnipp – – –

Mit gut zwei Stunden Verspätung bin ich am Flughafen in Frankfurt angekommen. Checkin, Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle gingen flott und problemlos vonstatten.

Und jetzt? Na toll – die Berliner sitzen irgendwo außerhalb des Sicherheitsbereiches gemütlich beisammen und ich bin als einziger schon drinnen 🤪. Na dann hab ich noch etwas Ruhe 😏

5. April. 2019 14:31

Alles bereit…

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Koffer und Rucksack sind gepackt, der Sitzplatz für den morgigen Zug nach Frankfurt ist reserviert, die „Mitbringsel“ für die Sensei sind gut gepolstert zwischen T-Shirts und Karate-Gi verpackt…

Jetzt steht heute noch einmal Training in FTL auf dem Plan und dann kann es morgen früh losgehen. 😁

22. März. 2019 9:23

Netzstücke – André Bertel in FTL

Hier eine kleine Sammlung an Fundstücken über das Lehrgangswochenende mit Sensei André Bertel in Freital:

Berichte

Videos

Offizielles Video – Teil 1
Offizielles Video – Teil 2

3. Januar. 2019 22:53

Blick zurück, Blick nach vorn

Das Jahr 2018 war in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderes Karatejahr für mich. Und 2019 verspricht ebenfalls außergewöhnlich zu werden.

Das war 2018

Der erste Versuch – „SHUTO KAI“

Der erste Teil des Jahres war stark geprägt vom Aufbau des Dresd’ner Dojos SHUTO KAI und deutlich intensiverem Kumitetraining als bis dahin. Entsprechend habe ich mit mal mehr und mal weniger Erfolg auch an einigen Turnieren teilgenommen.

Blogposts zu Turnieren 2018

Aus persönlichen und organisatorischen Gründen habe ich mich dann aber bereits im Juni vom SHUTO KAI getrennt und und die Leitung an meinen Freund Kalle abgegeben. Ich muss sagen, dass das alles in vielerlei Hinsicht eine spannende und lehrreiche Erfahrung war. Alleine zu sehen, wie aus absoluten Anfängern Karateka herangewachsen sind, die beim Turnier in Freital richtig gut abgeschnitten haben, war eine wahre Freude.

Aufgeben is nich! „Tameshiwari“

Wenn es nicht klappt – analysiere die Fehler und mach es beim zweiten Mal besser!

Bereits kurz nach meinem Ausscheiden aus dem SHUTO KAI habe ich, motiviert durch Andreas, Bruno und Sensei Axel Dziersk (Danke! Danke! Danke!) einen zweiten Anlauf gestartet und noch einmal ein Dojo gegründet. Dieses Mal ausschließlich nach meinen ganz persönlichen Vorstellungen, ohne Partner ohne Vereinsbürokratie und ohne Kompromisse – hartes traditionelles JKA-Karate mit viel Abhärtungs- und Konditionstraining.

Tja und beim zweiten Anlauf hat es ganz offensichtlich geklappt. Nicht nur, dass ich mich jetzt nur noch mit mir selbst abstimmen und rumärgern muss 😉 und der SV-Bannewitz als „Dachverein“ mir vieles der lästigen Bürokratie abnimmt, die klare Linie mit Orientierung an Sensei Ochi und Sensei Axel zieht offensichtlich genau die Leute an, die ich immer in meinem Dojo haben wollte – Leute, die anstrengendes Training und klare Erläuterungen schätzen und auch vor Kontakt nicht zurückschrecken. So besteht die Truppe inzwischen aus über 30 Karateka. Und das Beste – die Entwicklung der Leute, die mich bereits im SHUTO KAI so begeistert hat, sehe ich nun ebenfalls im neuen Bannewitzer Dojo „Tameshiwari“ 🙂 .

Mein persönliches Training

Auch was Lehrgänge angeht war 2018 recht intensiv. Ich hatte mir bereits Ende 2017 fest vorgenommen hier alles sinnvolle „mitzunehmen“ was möglich ist. Das hat soweit geklappt ;). Inklusive der größeren Trainingslager, wie dem Kata Spezial und den beiden Gasshukus, habe ich 26 Lehrgänge besucht. Dabei waren Highlights wie Sensei André Bertel, Shihan Tanaka Masahiko, mehrere Besuche bei Shihan Ochi Hideo und natürlich unzählige Lehrgänge und Trainings bei und mit Sensei Axel.

Blogposts zum Karatefrühling 2018
Blogposts zum Karatesommer 2018
Blogposts zum Karateherbst 2018
Alle Blogposts zu Lehrgängen 2018

Meine konditionellen Ziele habe ich nur teilweise erreicht. Die ursprünglich geplanten 250 km Joggen habe ich etwas übererfüllt und beinahe 500 km daraus gemacht 😉 . Das hat sich nicht zuletzt wegen der Kollegen-Mittwochmittags-Laufrunde einfach so ergeben. Aufgrund meiner gebrochenen Mittelhand bin ich aber leider bei 433,4 km „abgestorben“. Aus dem gleichen Grund musste ich auch die zweite PushPull-Challenge, die der sichere Weg zu 150 Liegestützen und 20 Klimmzügen hatte sein sollen, im November abbrechen. Diese beiden Ziele nehme ich also ein weiteres Mal mit ins neue Jahr. Aber immerhin habe ich den vorgenommenen Halbmarathon einmal absolviert. Weiterhin habe ich 2018 begonnen, regelmäßig mit Höhenmaske zu joggen und ich habe das Gefühl, dass das meiner Atemmuskulatur gut tut.

Lauf-Blogposts aus 2018
Challenge-Blogposts aus 2018

Durch die günstigen Trainingszeiten im neuen Dojo kann ich seit einiger Zeit nun auch wieder 2x pro Woche in Freital trainieren. Oft war ich dann aber auch noch einen dritten Tag bei den Toriis in Dresden.

Zusammenfassend bin ich mit meinem Karatejahr überaus zufrieden. Nicht alles ist so gelaufen wie geplant, aber so ist das Leben eben 🙂

Das wird 2019

Zum neuen Jahr will ich mal nicht ganz so viel Prosa schreiben, sondern einfach kurz meine Ziele festhalten:

  • Karate-Dojo:
    • Erste (würdige) neue Farbgurte
    • Gute Erfolge beim Freitaler Turnier
    • Stabile Mitgliederzahl
    • Gute Kondition und Technik meiner Schüler
    • Trainer heranziehen
  • Mein Karatetraining
    • Weiterhin min. 3x pro Woche selbst trainieren
    • Weiterhin regelmäßig Training bei Sensei Axel
    • Weiterhin alle Lehrgänge und Turniere mitnehmen die passen
    • Mehr Freikampf (Training mit Alex)
    • Fit für den 2. Dan
  • Mein Konditionstraining
    • 150 Liegestütze am Stück
    • 20 Klimmzüge am Stück
    • min. 1x Runtastic Results durchziehen
    • 1x pro Monat einen Halbmarathon laufen
    • 500 km im Jahr joggen

Mein absolutes Highlight wird wohl die fürs Frühjahr geplante Japan-Karatereise zusammen mit Sensei Axel und einigen Freunden aus der Samurai Ryu. Ich denke ich werde darüber noch ausführlich bloggen :).

Aber es werfen auch bereits die ersten großen Lehrgänge ihre Schatten voraus. Im März kommt André Bertel nach Freital, Sensei Axel wird mehrere Male in Bannewitz zu Besuch sein und im Oktober ist Shihan Ochi wieder in Berlin. Eine Liste wichtiger Termine gibts wie immer hier im Blog. Bei den fett gedruckten bin ich höchstwahrscheinlich anzutreffen – dieses Jahr zumeist auch nicht mehr alleine 😊.

Ich wünsche allen meinen Freunden ein tolles und trainingsreiches Jahr 2019. Lasst es krachen.

19. Oktober. 2018 21:42

Lebenszeichen – Zwangspause

Die letzten Tage war es hier etwas ruhig. Der Grund dafür ist, dass ich nicht trainieren konnte und auch das Training im Dojo Tameshiwari lediglich verbal gestaltet habe – vielen Dank an dieser Stelle an meine beiden Grüngurte Andreas und Oliver für die Unterstützung im Anfängerkurs.

Leider habe ich mir Anfang der Woche beim Kumitetraining die rechte Hand gebrochen – einfach weil ich mich dusselig angestellt und meinen Block nicht richtig getimed habe.

Die Sache ist halb so wild, aber mein persönliches Training fällt in den nächsten Wochen erst einmal ins Wasser. Natürlich halte ich zumindest die Beine beweglich, aber jegliche Armtechniken verbieten sich aktuell 🙁 .

Am Wochenende fahre ich trotzdem zum kleinen Trainingslager mit Sensei Axel zu Uwe nach Schönborn. Allerdings ohne aktiv am Training teilzunehmen.

Das ist ein Riesenmist! Bereits die wenigen trainingsfreien Tage machen mich echt irre, und ich muss mich wahnsinnig zusammenreißen nicht wie abends üblich das Makiwara zu bearbeiten. Den JKA-Cup kann ich höchstwahrscheinlich abschreiben, und natürlich ist auch die PushPull-Challenge damit bis auf Weiteres unterbrochen.

Trotzdem lasse ich mich von dem kleinen Rückschlag nicht unterkriegen. Sobald der Arzt sein OK gibt geht es langsam wieder los. Das Training in Bannewitz findet regulär statt – reden kann ich ja 😀 , und fürs Zeigen habe ich meine großartigen Unterstützer.

 
 
Karateherbst 2018