22. Oktober. 2016 23:46

Lehrgang mit Fritz Oblinger

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war ich heute bei Fritz Oblinger in Chemnitz. Bereits im Februar empfand ich das Training als sehr wertvoll und auch dieses Mal war das nicht anders.

Besonders schön war, dass wir in einer größeren Gruppe zum Lehrgang gefahren sind. Früher war ich karatetechnisch sehr oft alleine unterwegs. Und obwohl man so gut wie immer auf bekannte Gesichter triff, macht es so bedeutend mehr Spaß.

dsc08523

Das Training war ähnlich aufgebaut wie beim letzten Mal – eine gute Mischung aus Kihon und Partnerübung im ersten Teil sowie Kata und Kata-Bunkai im zweiten Teil. Fritz hat bei vielen Kontertechniken gezeigt, wie sich deren Wirkung drastisch verstärkt, wenn die entsprechenden Vitalpunkte getroffen werden. Nicht selten kam Fritz bei mir vorbei um das genauer zu demonstrieren 😉 . Als Kata wurde Heian Yondan und Nijushiho geübt. Letztere gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskatas aber deren Anwendung hat trotzdem viel Spaß gemacht. Das lag nicht zuletzt an meinem guten Trainingspartner.

zanshin-smurf

Gut gefallen hat mir auch, dass Wert auf Kontakt und wirkungsvolle Techniken gelegt wurde. Und auch das Thema Schnelligkeit durch Instabilität, das Sensei Naka beim 9. Berlin Special angesprochen hatte war Thema („Reinfallen“ in den Kizami-Zuki).

Nach 4,5 Stunden Training (mit Pause) ging es zum Abschluss gemeinsam in die Gaststätte.

= Ein rundum schöner Tag =

Bilder gibt es später auf der separaten Bilderseite.

20. Februar. 2016 13:08

Lehrgang mit Fritz Oblinger

Heute war ich zusammen mit drei befreundeten Karateka in Chemnitz bei einem Karatelehrgang mit Fritz Oblinger (7. DAN Shotokan Karate).

Da ich bereits von mehreren Bekannten viel Positives über Sensei Fritz Oblinger gehört habe war ich natürlich ganz besonders gespannt. Weil die Aktion aber recht spontan war, hatte ich mich nicht weiter informiert und so ein eher sport- und wettkampflastiges Training erwartet. Gewisse Vorurteile gegenüber dem DKV stecken eben doch noch in meinem Hirn fest 😉 .

Tatsächlich wurde ich von einem zutiefst auf traditionelles Karate und effektive Techniken konzentrierten Trainer überrascht. Wer mich kennt weiß, dass das genau mein Ding ist.

FritzOblingerBanner

Die Halle war komplett gefüllt. Ich schätze dass über 60 Karateka anwesend waren.

Das Training gliederte sich in 4 Einheiten a 1,5 Stunden – 2x jeweils eine für Anfänger und eine für Fortgeschrittene. Wie üblich habe ich alle Einheiten mitgemacht und wenn ich es richtig mitbekommen habe, war ich da bei weitem nicht der einzige.

Der Tag war unglaublich abwechslungsreich. Von Kihon (Block-Konter-Kombinationen, aber auch Einzeltechniken wie Ushiro-Geri, Ura-Mawashi-Geri und Ushiro-Mawashi-Geri) über Hüftrotation und Körperverschiebung im Partnertraining, Kata, Kata-Bunkai und Jiyu-Ippon-Kumite war alles dabei, was das Herz begehrt.

Ein wesentlicher Teil des Trainings bestand aus unzähligen Kombinationen für Zuki-, Mae-Geri und Mawashi-Geri-Angriffe. Die Konter bestanden dabei häufig aus sehr natürlich wirkenden Bewegungsabläufen, wie Nagashi-Uke + Ushiro-Mawashi-Geri und endeten häufig damit, den Gegner zu Fall zu bringen. Gelegentlich gab es auch einen kurzen Abstecher in das Thema Kyushu, wobei durchaus einige „Punkte“ dabei waren, die gut zugänglich und leicht zu treffen sind (z.B. unterhalb der Nase oder am Kieferansatz).

Auch das Thema Kata und Kata-Bunkai war sehr präsent – Heian Godan bei den Anfängern und Jiin bei den Fortgeschrittenen. Jiin hatte ich ja bereits 2014, bevor ich mich während der intensiven Danvorbereitung ausschließlich auf die Heian- und Senteikatas konzentriert habe, zusammen mit Kanku Sho als Favouritenkata entdeckt.

Die letzte Trainingseinheit hat mir einige neue Ideen bezüglich Methodik gebracht. Technik- und Abhärtungstraining im Kreis kannte ich so noch nicht. Das werde ich mit Sicherheit in der nächsten Zeit einmal in meiner Trainingsgruppe ausprobieren.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser Lehrgang für mich persönlich extrem wertvoll war. Sensei Fritz Oblinger habe ich dabei sowohl während des Trainings, als auch in der Pause als sehr angenehmen Menschen kennengelernt, der viel vorzeigt, kurz aber nicht zu lange erklärt, fordert aber niemanden überfordert.

 

Photos vom Lehrgang gibt es auf der entsprechenden Bilderseite.