Kobudo, Wankan und schleifende Handtechniken

Diese Woche war sehr abwechslungsreich. Am Montag ging es wie üblich mit dem Dantraining los. Hier haben wir ausnahmsweise einmal nicht Karate trainiert, sondern einige Grundtechniken des Langstockkampfes erlernt. Offensichtlich gab es vor vielen Jahren in unserem Verein mal einen Kobudomeister, und einige der alten Hasen haben damals noch bei ihm traininert. Das Ganze hat viel Spaß gemacht – meine Unterarme sind heute noch grünlich-blau.

Am Mittwoch war ich wieder einmal zum Training in Weinböhla eingeladen. Dieses mal ging es um Sanbontechniken und die Kata Wankan. Ich war an dem Tag ziemlich geschafft und muss zugeben, dass es mich einiges an Überwindung gekostet hat, nach der Arbeit nicht nach Hause zur Couch zu fahren 🙂 . Aber wie immer hat sich der Besuch sehr gelohnt. Eine interessante Sequenz aus dem Kihonteil war Mae-Geri + Oi-Zuki + Gyaku-Zuki, wobei der Oi-Zuki genau beim Zurückschnappen des Mae-Geris erfolgte – ein ungewohnter Bewegungsablauf, der koordinativ überraschend anspruchsvoll erschien. Stephan aus dem Dojo in Weinböhla hat mir wieder einmal sehr deutlich gezeigt, dass ich zu steif – und damit langsam bin. Das ist zunächst einmal etwas deprimierend, zeigt aber, dass hier weiteres Verbesserungspotential liegt.

Beim heutigen Freitagstraining habe ich mit meiner Gruppe einen kleinen Katamarathon veranstaltet. Nachdem wir nun drei Wochen Heian Yondan geübt haben, war es an der Zeit auch die anderen Heiankatas wieder aufzufrischen.

In meiner eigenen Einheit stand heute das Thema schleifende Handtechniken und Hikite auf dem Plan. Das kam mir gerade recht, habe ich doch neulich beim 9. Berlin Special entdeckt, dass ich manches Mal statt eines geraden Zukis einen kleinen Bogen schlage, weil der Ellenbogen nicht an der Hüfte ist.

Bis jetzt war diese Woche Trainingstechnisch also sehr facettenreich. Morgen fahre ich mit einigen Leuten nach Chemnitz zu Fritz Oblinger.