14. April. 2019 14:12

Tohoku – achter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die erste Nacht im Tempel war … COOL. Ich bin sogar mit nur einem Futon ausgekommen 😉 und habe so richtig gut geschlafen. Und das obwohl es hier natürlich so gut wie keine Privatsphäre gibt.

Nach dem Aufstehen wurden wir von Anki und seiner Frau mit einem kontinentalen Frühstück überrascht. Bei super Wetter und traumhaften Blick haben wir Rüherei, Toast und Marmelade verputzt. Sogar hier hat sich der Erfindungsgeist, aber auch das fehlende Bewusstsein für unnötigen Müll gezeigt. Marmelade gibt, einzeln abgepackt, in Kombination mit Butter. 😀

Nach dem Essen ging es mit dem Bus nach Mitsushima. Hier haben wir im Schnelldurchlauf den Tempel besichtigt und dann eine tolle Fahrt mit dem Schiff unternommen und konnten tolle Bilder der vielen kleinen Inseln gemacht

Eine Riesenüberraschung war, dass ich das an quasi jeder Ecke auf das Mon von Date Masamune gestoßen bin. Zu dem Samurai habe ich eine ganz besondere Beziehung, hieß doch mein erstes Dojo, in dem ich vor vielen Jahren mit dem Training des Karate begonnen habe „Date Löbau„. Später habe ich das Wappen auch auf einer großen Kiste im Tempel von Anki entdeckt.

Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, haben die Japaner Humor. Für die, die des Japanischen nicht mächtig sind (nicht, dass ich es wäre 😉 ) – „kazides“ = „Das ist Feuer“, „ashides“ = „Das sind Füße“, „aides“ = „Das ist Liebe

Nach Ramen zum Mittag, Reiskeksen und Kaffee zum Vesper, war wieder Baden angesagt. In einem deutlich größeren Badehaus haben wir eine gute Stunde unsere Körper gereinigt 😉 und das warme Wasser und das Ambiente genossen

Dann war Party!

Anki Sensei hat tatsächlich die High Society der Region eingeladen. Der Bürgermeister war ebenso anwesend, wie der JKA-Kumite-Champ von 2017.

Alles in Allem war das wieder ein unglaublich erlebnisreicher Tag.

Gute Nacht und bis morgen.

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13. April. 2019 11:28

Tohoku – siebenter Tag – Bergfest

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Bergfest 😁😭 – Auweia, schon liegt die Hälfte dieser großartigen Reise hinter mir. Aber die zweite kommt noch :D.

Am siebenten Tag hieß es früh aufstehen. Denn heute ging es auf in den Norden von Japan, in den Tempel von Anki Sensei. Doch vorher sollte es zur Abwechslung mal ein ganz gemütliches Frühstück beim Starbucks geben.

Mit dem Shinkansen ging es vorbei am Fuji San mit nach Miyagi Osaki City. Hier angekommen trafen wir auf Anki und einen Teil seiner Familie. Völlig unerwartet ging es dann in eine Turnhalle. Doch statt Karate haben wir mit einer national wohl recht erfolgreichen Mannschaft Volleyball gespielt.

Nachdem meine Mannschaft mit Hilfe der Teamcaptain gewonnen hat 😉 ging es weiter zum Tempel von Anki Sensei. Und – was soll ich sagen – das „Ding“ ist gigantisch. Und hier werden wir die nächsten beiden Nächte verbringen. WOW!

Anki und seine Frau zeigen sich unglaublich großzügig. Nach dem Besuch eines traditionellen japanischen Bades (Onsen), waren wir alle zum All-you-can-eat-Abendessen eingeladen. Und im Anschluss ging die Party im Tempel bis spät in die Nacht weiter, kleine Geschenke wurden ausgetauscht und da das hier ja nun eben ein Tempel ist, habe ich sogar zwei individuelle Kalligraphien von Anki bekommen.

Gute Nacht und bis morgen.

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12. April. 2019 15:33

Kyoto – sechster Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Heute war wieder Tempeltag. Drei tolle Anlagen standen auf dem Plan. Los ging es gleich früh mit dem Higashi Hongan-ji. Der Tempel ist nur wenige Laufminuten vom Hotel entfernt. Laut einer Schautafel ist er 4x abgebrannt und wurde jedes Mal wieder aufgebaut.

Dann war Treffpunkt am Bahnhof und es ging nach Nara

Hier angekommen ging es sogleich los Richtung Tōdai-ji, dem „großen Tempel des Ostens“. Auf dem Weg dahin sind wir aber zunächst auf den Kōfuku-ji gestoßen.

In den vergangenen Tagen ist Walther mir die ganze Zeit mit seinem Kalligraphie-Stempel-Buch auf die Nerven gegangen 😉 . Am meisten genervt hat mich, dass ich mir nicht gleich am ersten Tag auch eines besorgt hatte 🙂 . Das habe ich heute umgehend nachgeholt und mir meine erste Kalligraphie hier in diesem buddhistischen Tempel geholt.

Dann aber war, begleitet von einer Herde junger Hirsche, die sich gerne streicheln und füttern ließen, die Hauptattraktion des Tages an der Reihe – der Tōdai-ji – das größte, ausschließlich aus Holz gebaute Gebäude der Welt.

Und nun sitze ich in meinem Zimmer und werde versuchen, diese Nacht ein paar Stunden mehr Schlaf abzubekommen, denn morgen verlassen wir Kyoto und es geht auf zur nächsten Etappe – zu Anki-Sensei nach Tohoku.

Gute Nacht und bis morgen.

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11. April. 2019 18:10

Kyoto – fünfter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Die erste Nacht im Futon“bett“ – also quasi auf dem Fußboden war … interessant. Ich hab mir ja wirklich Mühe gegeben, aber nach einer Stunde Wälzen habe ich aufgegeben und die restlichen drei Futons, die ich noch im Schrank gefunden habe übereinandergelegt. Im Anschluss hatte ich eine sehr erholsame Nacht 😉 .

Apropos Nacht. Hier ist es bereits wieder halb eins – daher fasse ich mich auch heute wieder kurz und lasse mehr die Photos sprechen.

Wie üblich ging es mit Frühstück-To-Go los. Das erste Ziel hieß Kinkaku-ji (Goldener Pavilion Tempel).

Dann ging es direkt weiter zum Kiyomizu Tempel – einer riesigen buddhistischen Tempelanlage.

Im Getümmel habe ich hier leider den Anschluss zur Gruppe verloren. Aber da alle Treffpunkte jeweils gut abgesprochen sind und unser Reiseleiter Schlatt immer genauestens erklärt, wie wir zurückkommen, falls wir uns verlieren, war das kein Problem. Da ich nun nicht mehr auf die anderen warten musste, hatte ich etwas Zeit und habe seit langer Zeit mal wieder einen Geocache gefunden – und was soll ich sagen, er lag am Gründerhaus von Nintendo 😀

Nun ging es zum Training. Und das war heute besonders gut. Wir waren im Dojo der Ottani-Universität und haben 2,5 Stunden (mit mehreren kurzen Trinkpausen) bei den beiden Senseis Nakatsuka und Kato trainiert.

Für die Kinder gab es am Ende wieder Schokolade von uns und dieses Mal haben sogar wir ein paar Süßigkeiten bekommen 😀

Der Tag endete ähnlich wie der gestrige bei leckerem Essen und dem gemeinschaftlichen Bad

Und jetzt … Gute Nacht und bis morgen.

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10. April. 2019 4:08

Kyoto – vierter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Um bis zur letzten Minute im Bett bleiben zu können, habe ich gestern noch nach der Party alles zusammengepackt.

Denn heute lassen wir Tokyo hinter uns und fahren nach Kyoto, wo wir drei weitere Tage verbringen werden.

Pünktlich um 8:30 Uhr ging es los Richtung Bahnhof. Und nun sitzen wir alle gemütlich im Zug und ich nutze die Gelegenheit, um ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Fisch, Nudeln, Reis, Geflügel

Das Einzige, wovor ich anfangs etwas Respekt hatte, ist das Essen. Doch das war völlig unbegründet. Es ist sehr reich an Eiweiß und arm an Kohlenhydraten. Und da bisher alles super-lecker schmeckt muss ich sagen, dass ich mich daran gewöhnen könnte.

Respektvoller Umgang

Was mir hier ebenfalls sehr gut gefällt ist, wie die Menschen miteinander umgehen. Auch wenn eine gewissen Distanziertheit zu spüren ist, wird man an jeder Stelle respektvoll behandelt. Trotz des großen Gedränges in der Innenstadt, bin ich noch kein einziges Mal angerempelt worden. Jeder Japaner, mit dem ich bisher interagiert habe war freundlich und hilfsbereit. Generell bevorzuge ich klaren und direkten Umgang, aber die dezente Höflichkeit, die hier überall zu spüren ist, ist auch sehr angenehm.

Interessanterweise scheint sich das auch auf unsere Gruppe zu übertragen 😉 .

Gelassene Hektik

Jeder hier scheint immer beschäftigt zu sein. In der U-Bahn, auf den Straßen – überall herrscht ein ständiges Gewusel. Wenn man in die Gesichter der Menschen schaut, dann sieht man trotzdem kaum Stress, sondern eine zielstrebige Gelassenheit und Ordnung.

Müll

Nirgends liegt Abfall. Mir ist absolut schleierhaft, wie das funktioniert.

Zu jedem kleinen, bereits separat abgepackten Snack bekommt man noch eine Tüte. Jedes noch so kleine Ding ist in Folie eingewickelt.

Ich habe selten so viel unnötige Verpackung gesehen wie hier. Trotzdem ist es überall sauber, und das obwohl man teilweise ewig nach einem Mülleimer suchen muss.

Tatsächlich habe ich die letzten zwei Tage quasi immer Müll dabei gehabt und ständig nach Abfallbehältern Ausschau gehalten.

Es scheint so, als würden auch die Einheimischen ihren Müll stets mitnehmen. Denn so etwas wie eine Stadtreinigung habe ich bisher nicht gesehen.

Auf nach Kyoto

So, nun werde ich die verbleibenden 2 Stunden im Zug nutzen, und etwas Nachtschlaf nachholen…

— schnipp —

Vor Kyoto haben wir die Himeji Castle besucht, den Inbegriff der japanischen Burg. Das Wetter hat uns heute zwar etwas im Stich gelassen, trotzdem sind hier eine ganze Menge tolle Photos entstanden

In Kyoto angekommen wurde kurz der Bahnhof bestaunt und dann ging es erst einmal in unser Quartier. So, genau so habe ich mir eine japanische Unterkunft vorgestellt. 🙂 Großartig.

Ich bin gespannt, wie ich in der ersten Nacht auf dem Fußboden schlafen werde

Nachdem wir uns häuslich niedergelassen hatten, ging es noch einmal in Richtung Bahnhof. Hier lasse ich wieder Bilder sprechen.

Zusammen mit Peggy, Axel und Walther war ich wieder richtig toll Abendessen. Im Vergleich zu den vorherigen Tagen haben wir dieses Mal nicht die „Flatrate“ genutzt, sondern bezahlt, was gegessen wurde. Naja, der Preis war in etwa der gleiche.

Das Ende des Tages bestand aus dem Besuch eines traditionellen japanischen Bades, dass es hier im Hotel gibt.

Und jetzt … Gute Nacht und bis morgen.

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9. April. 2019 18:16

Tokyo – dritter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Der dritte Tag, der letzte in Toyko war unglaublich dicht gepackt mit Erlebnissen.

Frühstück gab es wieder „auf die Hand“ und es ging direkt zum Rathaus, von dem aus man einen gigantischen Blick über die Stadt hat. Hier wird einem erst einmal klar, wie groß und vor allem wie dicht bebaut Tokyo ist.

Danach sind wir in die Innenstadt gefahren – an die berühmte Shibuya Crossing. Hier sind Peggy, Axel, Walther und ich erst einmal ganz gemütlich Kaffeetrinken gewesen. Dann gings zum Shopping 🙂 .

Nicht ganz 2 Stunden später waren wir dann bereits am Sengaku-ji, dem Tempel und Grab der 47 Ronin.

Nach einer ganz kurzen Dusch- und Ruhepause ging es direkt weiter mit Training bei Sensei Naka.

Der krönenden Abschluss war ein gemeinsames Essen mit Sensei Naka und einem seiner Freunde, der kürzlich gereiratet hat. Die Stimmung war unglaublich und das Essen wieder einmal köstlich.

So, das wars für heute im Schnelldurchlauf. Der Leser möge mir die Kürze des Textes verzeihen. Es ist hier bereits kurz vor eins und ich muss jetzt dringend ins Bett.

Morgen geht es nach Kyoto


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8. April. 2019 5:08

Tokyo – zweiter Tag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Nach einer sehr guten Nacht bin ich (fast) ohne Wecker munter geworden – eine Seltenheit. Kaffee und ein kleines Frühstück gab es beim Family Mart. Und schon haben wir uns auf den Weg zum ersten Training im Honbu-Dojo der JKA gemacht

Hier bin ich gleich ordentlich ins Schwitzen gekommen. Nach einer kurzen Erwärmung ging es mit etwas Kihon los. Ogane-Sensei hat das ganze Training lang großen Wert auf das Thema Masseverschiebung (Körperverschiebung) gelegt. Das ging schon beim Zuki aus Heiko-Dachi los. Nach einer Partnerübung, bei der es wieder primär darum ging, nicht nur mit den Armen und dem Oberkörper zu arbeiten, sondern mit den Beinen und der Hüfte, ging es mit Kata weiter.

Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan, Tekki Shodan und Bassai Dai waren dran. Die meiste Zeit haben wir uns dabei bei der Tekki aufgehalten. Hüfteinsatz, Blickwendung, Nami-Gaeshi waren hier die Schwerpunkte.

Nun werde ich mich eine viertel Stunde ausruhen und dann gehts zum Mittagessen. Am Nachmittag besuchen wir den Meiji Schrein und am Abend gibts noch einmal Training im Honbu-DojoM.

— schnipp — später mehr —

Der Meiji-Schrein ist eine beeindruckende Anlage mitten im Wald – mitten in Toyko. Da lasse ich lieber ein paar Bilder sprechen.

Der Besuch des Shiseikan-Dojos (Bogen), dass sich ganz in der Nähe des Schreins befindet ist etwas anders ausgefallen, als geplant. Leider durften wir, um die Trainierenden nicht zu stören nur aus großer Entfernung zuschauen.

Nach dem Sightseeing ging es dann für 1,5 h in die Innenstadt zum Shoppen. Viel hab ich nicht gekauft (es ist ja erst der zweite Tag), aber eine kleine Erinnerung war dann doch dabei 🙂 .

Nach einer etwas stressigen Kaffeepause (die Zeit saß uns im Nacken) ging es nach einer weiteren Trainingseinheit bei Sensei Ogane, mit der Bahn in einen anderen Teil Tokyos. Ein langjähriger Freund unseres Reiseleiters Schlatt führte uns in ein Restaurant, das wohl kein Tourist jemals von innen gesehen hat. Sowar uriges hab ich lange nicht gesehen. Das Essen war eine Größenordnung besser als das gestrige (das auch sehr lecker war). An den ganzen rohen Fisch kann ich mich wirklich gewöhnen. Eine besonders spannende kulinarische Erfahrung waren Sushi, die mit Wasabi gefüllt waren – allerdings nicht der Paste, die man sonst so kennt. Das fühlt sich an, als würden für einen ganz kurzen Moment Nase und Rachenraum freigebrannt. Aber so schnell und unvermittelt wie das es einen überkommt, so schnell ist es auch schon wieder vorbei – UNGLAUBLICH! Ich weiß nicht mehr, wie viele von diesen Dingern ich gegessen habe, ich bin jetzt jedenfalls süchtig …

Bei großartiger Stimmung (die Gruppe ist toll) haben wir mehr bis kurz vor Mitternacht gesessen und unseren Spaß gehabt.

Morgen geht es zu den 47 Ronin und am Abend steht ein Besuch bei Sensei Naka auf dem Plan.


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7. April. 2019 15:44

Tokyo – Anreisetag

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Aufgrund der Zeitverschiebung ging die Anreise direkt in den ersten Urlaubstag über.

Der Flug war OK. Ich bin ja schon oft geflogen, aber noch nie mit einer so riesigen, zweistöckigen und dreireihigen Maschine. Das Essen war so lala, das Unterhaltungsprogramm OK und ich konnte eine Weile schlafen.

Nach der Landung in Tokyo waren noch ein paar organisatorische Dinge zu erledigen – Einreisevisum, Japan Rail Pass usw. Dann ging es zum Hotel.

Selbiges ist zweckmäßig und macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck.

Nach einer ganz kurzen Dusch- und Ankommpause ging es direkt los auf die erste Sighseeing-Runde. Ca. eine Stunde verbrachten wir am Yasukuni-Schrein, wo wir die Kirschblüte in ihrer vollen Pracht bewundern konnten :). Auf dem Weg zum Abendessen sind wir noch am Nippon Budokan vorbei gekommen, in dem im nächsten Jahr die Karate-Wettkämpfe im Rahmen der Olympischen Spiele stattfinden werden.

Und dann kam das Abendbrot. Über zwei Stunden lang haben wir lauter (bestimmt total gesunde) Dinge gegessen und Sake getrunken.

Morgen Vormittag steht als erster Punkt Training im JKA-Honbu-Dojo auf dem Plan.

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6. April. 2019 9:06

Auf nach Japan

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Bei einem gemütlichen Abendessen vor mehr als einem Jahr hatten Walther und ich uns überlegt, gemeinsam einen Karatetrip nach Japan zu unternehmen.

Ursprünglich sollte es 2020 soweit sein. Aber relativ schnell wurde klar, dass es im Jahr von Olympia wohl deutlich teurer und stressiger würde. Also wurde umgeplant. Und welche eine Freude – auch Sensei Axel und Peggy haben sich entschlossen, mitzukommen. Die gute Gesellschaft war also schon einmal sicher!

Wie es halt so ist, bekommt man Dank selektiver Wahrnehmung auf einmal mit, dass quasi alle, die man so üblich auf Lehrgängen trifft, das schon einmal gemacht haben und auf einmal voller Begeisterung davon berichteten. Nun, da reihe ich mich nun also ein ;).

Ende Oktober ging es dann so langsam mit den Vorbereitungen los.

Der Reisepass war schnell beantragt.

Dann stand ein Japanischkurs auf dem Programm. Nun… ja also mit gesprochenen Sprachen hab ich es ja nicht so (Java, C, python sind OK ;)), und da ich bereits für den Kurs einen Abend freimachen und fast drei Monate auf das Dantraining verzichten musste, blieb leider nur sehr wenig Zeit zum Üben. Entsprechend mager sieht das Ergebniss aus. Mal sehen, ob ich mit den paar Wörtern, Wendungen und Schriftzeichen, die ich mir gemerkt habe was anfangen können werde.

Als nächstes mussten ein paar Gastgeschenke organisiert werden. Laut unseres Reiseleiters Schlatt sollte es möglichst etwas regionales oder zumindest deutsches/europäisches sein. Mein erster Gedanke war erzgebirische Schnitzkunst. Leider hat mich meine diesbezügliche Bestellung völlig zerstört erreicht. Also habe ich ein paar Dresd’ner Gedenkmünzen mit dem Abbild der Frauenkirche besorgt. Und natürlich ist auch ein Stapel Rittersport-Schoki mit dabei.

Spannend war nun noch die Frage, wie ich denn in den 14 Tagen mit der Welt kommunizieren kann ;). Überraschenderweise gibt es bei den gängigen deutschen Providern keinerlei Optionen für Japan. Und 2 € pro Megabyte waren mir dann doch etwas zu happig. Angeblich gibt es in den größeren Städten an jeder Ecke kostenfreies WLAN, aber darauf wollte ich mich dann doch nicht verlassen. Also habe ich wenigstens für 8 Tage (10. bis 17.04.2019) eine japanische Datenkarte besorgt. Kurzum Telefonieren is nicht, aber per Messenger (WhatsApp, Threema, Signal, Telegram, Skype) und per E-Mail bin ich zumindest zeitweise erreichbar.

— schnipp – – –

Es gibt die erste Verzögerung – „Gegenstände“ auf dem Gleis – 20 bis 30 Minuten wird es dauern.

Gut, dass ich reichlich Zeitpuffer eingeplant habe.

— schnipp – – –

In den letzten Wochen vor Reisebeginn nahm dann langsam auch die Kommunikation innerhalb der Reisegruppe Fahrt auf. Die langfristige Organisation durch Schlatt macht schon einmal einen guten Eindruck. Das verspricht eine lustige Zeit zu werden.

Die letzten Vorbereitungen bestanden dann noch im Besorgen einiger Kleinigkeiten wie Stromadapter, Speicherkarten für die DSLR und die GoPro usw.

— schnipp – – –

In wenigen Minuten geht es weiter – Umleitung über Leipzig – mit 60 bis 90 min. Verspätung.

— schnipp – – –

Nur noch packen und dann kann es losgehen. Ich hatte mir fest vorgenommen, nur die Hälfte des gebuchten Gepäckgewichtes auszunutzen. Das war eine Herausforderung, hab aber geklappt.

Und jetzt muss ich nur noch rechtzeitig in Frankfurt ankommen, dann kann das Abenteuer beginnen.

— schnipp – – –

Mit gut zwei Stunden Verspätung bin ich am Flughafen in Frankfurt angekommen. Checkin, Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle gingen flott und problemlos vonstatten.

Und jetzt? Na toll – die Berliner sitzen irgendwo außerhalb des Sicherheitsbereiches gemütlich beisammen und ich bin als einziger schon drinnen 🤪. Na dann hab ich noch etwas Ruhe 😏

5. April. 2019 14:31

Alles bereit…

Dieser Post gehört zu meiner Japanreise im April 2019.

Koffer und Rucksack sind gepackt, der Sitzplatz für den morgigen Zug nach Frankfurt ist reserviert, die „Mitbringsel“ für die Sensei sind gut gepolstert zwischen T-Shirts und Karate-Gi verpackt…

Jetzt steht heute noch einmal Training in FTL auf dem Plan und dann kann es morgen früh losgehen. 😁