Wie bereits im letzten Jahr fand auch in diesem Jahr wieder der Dojoleiter-Tag des DJKB statt – dieses Mal in Bonn.
Mit Kind und Kegel ging es am Freitag Nachmittag also mit dem Wohnmobil nach Bonn.

Nach der üblichen Begrüßungs“orgie“ ging es auch in diesem Jahr mit einem gemeinsamen Training bei Nationaltrainer Thomas Schulze los. Thema war dieses Mal der korrekte Einsatz der Hüfte bei Wendungen. Zunächst waren die Grundblöcke Age-, Soto-, Uchi-Uke und Gedan-Barai dran. Beginnend bei 45° bis hin zu 360° Wendungen. Weiter ging es dann mit Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki-Kombinationen – wieder von 45° bis 360°. Nachdem alle Bewegungen hinreichend oft geübt waren, haben wir die Kizami-Gyaku-Zuki-Übung in Vierergruppen im Hapo-Kumite-Stil geübt. Hier konnte ich endlich mal wieder so richtig powern :).
Die 1.5 Stunden waren definitiv gut investierte Trainingszeit. Sobald die Turniervorbereitung Ende dieser Woche vorüber ist werde ich einige der Übungen auf jeden Fall mal ins Training einbauen.
Nach dem Training begannen die Workshops. Ich habe mir „Mentales Training im Karate“ und „Vorschlag für neue Wettkampfdisziplinen in Kumite“ angeschaut.
Ersterer hat vor allem viele bereits bekannte Dinge mal wieder ins Gedächtnis gerufen und einige gute Impulse für das Training geliefert.
Beim zweiten ging es im Wesentlichen darum, die Leute etwas früher ans Kämpfen heran zu führen. Marcus Ruess beklagte, dass in vielen Dojos nicht mehr gekämpft wird und Jiyu-Ippon-Kumite teilweise falsch unterrichtet wird. Beides trifft auf unser Dojo nicht zu und ich befürworte definitiv, dass sowohl bei Turnieren, als auch in den Prüfungen deutlich eher mit Jiyu-Ippon-Kumite und Freikampf begonnen wird.

Was mir allerdings überhaupt nicht gefällt ist die Idee, die Pflicht eines Keri-Konters im Jiyu-Ippon-Kumite abzuschaffen, denn es bringt den Schülern bei, beim Rausgehen und Blocken den richtigen Abstand für einen anschließenden Tritt einzunehmen. Sensei Axel und ich sind uns in diesem Punkt absolut einig und ich werde demnächst einen Brief zu dem Thema an das Präsidium aufsetzen.
Am Abend ging es dann auf die „Godesburg“ – eine traumhafte Location für das abschließende Podium und ein hammermäßiges Abendbuffet. Beim Podium habe ich angesprochen, dass die Ausbildungsangebote des DJKB leider ausschließlich auf Bottrop beschränkt sind, was für die Mehrheit der Verbandsmitglieder sehr ungünstig ist. Früher gab es diverse Angebote in der ganzen Republik. Markus zeigte Verständnis, merkte aber an, dass der DJKB es personell schlicht nicht leisten kann, die umfangreichen Kurse mehrfach an unterschiedlichen Orten anzubieten und dass das Leistungszentrum in Bottrop auch organisatorisch für den Verband die bessere Wahl sein. Er hat aber angeboten, bei konkretem Bedarf einzelne Kurse gelegentlich auch in anderen Regionen Deutschlands durchzuführen.

Zusammenfassend hat es sich der DJKB-Dojoleitertag auch dieses Jahr wieder absolut gelohnt.