Sensei Axel in FTL – Erster Tag

Dieses Wochenende ist Sensei Axel bei uns im Dojo. Auf den Lehrgang hatte ich mich besonders gefreut, weil ich beim letzten Mal, als er hier war leider nicht teilnehmen konnte.

Kurz vor Beginn wurde ich gefragt, ob wir bezüglich des Trainings Wünsche hätten. Und weil der Yoko-Geri bei vielen meiner Trainingsgruppe noch nicht so aussieht wie er sollte, war das meine erste Wahl. Mit Ushiro-Geri und Kata Ji’in habe ich dann auch noch meine persönliche Präferenz hinzugefügt.

Das Training war gewohnt intensiv und schweißtreibend. Es gab viele Übungen zum Yoko-Geri und auch Mawashi- und Ushiro-Geri kamen nicht zu kurz. Und obwohl letzterer wohl niemals zu meiner Lieblingstechnik werden wird, fühlt sich inzwischen nun bereits jeder 5te Ushiro-Geri einigermaßen richtig an 🙂 .

Morgen geht es in die zweite Runde.

 

Bilder gibt es bald (heute noch) auf der Bilderseite zum Lehrgang.

 

Trainingsnotizen

Erste Einheit (2h)

Thema: Yoko-Geri und Stabilität

  • Partnerstretching und Beckenmuskulaturtraining
  • Partnerübung Hüftdrehung
  • Partnerübung: nebeneinander
    • Mae-Geri am Partner vorbei
    • Yoko-Geri am Partner vorbei
    • Ura-Mawashi-Geri am Partner vorbei & über den Rücken rausdrehen (Ansatz zur Fege)
  • Partnerübung Gyaku-Zuki
    • beider Partner Gyaku-Zuki
    • Partner 1 geht dabei vor
    • Partner 2 geht dabei zurück
  • Stabilität – in welcher Stellung in welche Richtung
  • Atmung
  • Locker vs. Spannung (Kimepunkt Spannung, dann locker)

Zweite Einheit (2h)

Thema: Yoko-Geri, Mawashi-Geri, Ushiro-Geri

  • Kizami-, Oi- und Gyaku-Zukis an der Stangenreihe (Tsugi-Ashi)
  • Zukis an die Stangen (im Stand)
  • Mae-Geri an Stangen (im Stand)
  • Yoko-Geri an Stangen (im Stand)
  • Partnerübung Mawashi-Geri
  • Partnerübung Ushiro-Geri
  • Kata Taikyoko-Shodan
    • normal
    • ura
    • omote

Auftakt mit Sensei Jörg Kohl

Zum nunmehr dritten Mal war Sensei Jörg Kohl (7. Dan AJKA) zu Gast in Freital. Und wie bereits bei in den letzten beiden Jahren hat er mir zwei tolle Lehrgangstage und einen guten Jahresauftakt beschert.

Derzeit habe ich keine Lust, lange Berichte zu schreiben. Daher werde ich im Folgenden lediglich einige Schwerpunkte auflisten, die mir besonders gefallen haben.

  • verschiedene Kumiteformen (Sanbon-, Gohon-, Kihon-Ippon, Kaeshi-, Happo-Kumite)
  • korrekter Winkel beim Rausgehen (gerade Angriffslinie)
  • Kata-Bunkai Kanku-Dai
    • Auftaktbeweg. (Angriff zum Hals: Block + Hebel (innen & außen))
    • Doppelblocktechniken (Ausholbewegung als Block)
  • Soto-Uke in Kokutsu-Dachi (Körperverschiebung)
  • Heian Shodan
    • Wendungen in Beweg.richtung (Heian Shodan – Drehen über d. Ferse)
    • Blöcke mit Sabaki statt nach vorn (Partnerübung)
  • Wendungen mit Block in Bewegungsrichtung
    • Uchi Uke in Neko-Ashi-Dachi
    • Wendung über den Rücken: Shuto-Uke in Kokutsu-Dachi
    • Wendung über den Bauch (zurück): Gedan-Barai + Gyaku-Zuki in Zenkutsu-Dachi
    • Wdh. in andere Richtung

Mein Liegestützeprogramm habe ich ob des anstrengenden Trainings für zwei Tage ausgesetzt. Morgen Übermorgen geht es weiter.

 

Bilder gibt es demnächst auf der separaten Bilderseite zum Lehrgang.

Lehrgang mit Fritz Oblinger

Zum zweiten Mal in diesem Jahr war ich heute bei Fritz Oblinger in Chemnitz. Bereits im Februar empfand ich das Training als sehr wertvoll und auch dieses Mal war das nicht anders.

Besonders schön war, dass wir in einer größeren Gruppe zum Lehrgang gefahren sind. Früher war ich karatetechnisch sehr oft alleine unterwegs. Und obwohl man so gut wie immer auf bekannte Gesichter triff, macht es so bedeutend mehr Spaß.

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Das Training war ähnlich aufgebaut wie beim letzten Mal – eine gute Mischung aus Kihon und Partnerübung im ersten Teil sowie Kata und Kata-Bunkai im zweiten Teil. Fritz hat bei vielen Kontertechniken gezeigt, wie sich deren Wirkung drastisch verstärkt, wenn die entsprechenden Vitalpunkte getroffen werden. Nicht selten kam Fritz bei mir vorbei um das genauer zu demonstrieren 😉 . Als Kata wurde Heian Yondan und Nijushiho geübt. Letztere gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskatas aber deren Anwendung hat trotzdem viel Spaß gemacht. Das lag nicht zuletzt an meinem guten Trainingspartner.

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Gut gefallen hat mir auch, dass Wert auf Kontakt und wirkungsvolle Techniken gelegt wurde. Und auch das Thema Schnelligkeit durch Instabilität, das Sensei Naka beim 9. Berlin Special angesprochen hatte war Thema (“Reinfallen” in den Kizami-Zuki).

Nach 4,5 Stunden Training (mit Pause) ging es zum Abschluss gemeinsam in die Gaststätte.

= Ein rundum schöner Tag =

Bilder gibt es später auf der separaten Bilderseite.

9. Berlin Special – Tag Drei

Heute war nun bereits der letzte Tag des 9. Berlin Specials mit Sensei Naka und Risto. Und heute kann ich mich wohl nicht mehr um etwas mehr Prosa drücken 🙂 .

Zunächst aber die Mitschrift.

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Erste Trainingseinheit bei Risto Kiiskilä

  • Belasten und benutzen
  • Kizami-Zuki + Soto-Uke + Gyaku-Zuki
    • einzeln
    • Schwerpunkt auf Körperverschiebung
    • kumiteartig mit verschiedenen Partnern
  • Atmung:
    • Einzelne Technik: “Hä”
    • Zwei einzelne Technik: “Hä Hä”
    • Zusammengezogene Techniken: “Hä-Hä”
  • Ellenbogen an der Hüfte
  • Hikite mit dem Ellenbogen statt Faust
  • “Die Füße müssen funktionieren”
  • Suri-Ashi – “Ein Meter ist Standart – weniger als ein Meter ist etwas ganz Besonderes”
  • lockeres Randori

 

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Abschlusstrainingseinheit bei Tatsuya Naka

  • Tekkikombination als Kihonübung
    • Schritt von Shuto-Uke jodan + Gyaku-Mawashi-Empi
    • Schritt vor Gedan-Barai + Gyaku-Zuki
    • Schritt zurück Uchi-Uke + Manji-Uke + Tate-Uraken (Ura-Zuki)
    • Yoko-Geri gedan + Age-Uke & Gyaku-Zuki
    • Ashi-Barai & Soto-Uke + Doppelfauststoß
  • Tekkikombination zusammenhängend
  • Tekki Shodan
    • Nutzen von Instabilität -> Budo (schnellerer Start als aus stabiler Stellung)
    • Mawashi-Empi / Gedan-Barai: Expansion auf einer Seite, Kompression auf Zielseite)
    • Kagi-Zuki dicht am Körper, Endposition ähnlich Uchi-Uke (Schulterblatt)
    • Stellungen auf einer Linie sind stärker in Angriffsrichtung (Zenkutsu-Dachi früher nicht so breit)
  • Sanbon-Zuki – wie gestern aber Rhythmus: 1 – Pause – 2 – 3
  • Partnerübungen mit Gürtel (Schlagen von oben, unten und den Seiten): Körper schnell und effizient benutzen (schnell raus und wieder rein)
  • Budo
    • Bauchatmung statt Brustatmung (Angreifen wenn der Gegner ausatmet – Gegner sieht es nicht wenn der Brustkorb sich nicht bewegt)
    • Bewegungen nicht ankündigen (Kein Zucken, keine Schulterbewegung, etc. – nicht auf den Gegner und den Angriff konzentrieren sondern auf sich selbst)

Résumé

Was soll ich sagen, ich war ja bereits vom 8. Berlin Special im Jahr 2014 hellauf begeistert. Genauso ist es mir auch dieses Jahr wieder ergangen – mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal nicht alleine hier war, sondern mehreren guten Freunden begleitet wurde.

Die Sorgen, die ich mir wegen meines Knies im Vorfeld gemacht habe sich als gänzlich unbegründet herausgestellt. Trotzdem habe ich mich mit dem Bein etwas zurückgehalten.

Das Training war gewohnt großartig. Während sich bei Sensei Risto alles um Beinarbeit und Gewichtsverlagerung drehte, ging es bei Sensei Naka dieses Mal erstmals nicht in erster Linie um die Hüfte sondern, um das Thema Expansion vs. Kontraktion. Das ist für mich ein spannender grundlegender Ansatz, den ich zumindest in der Heian Nidan bereits genau so in meiner Trainingsgruppe vermittelt habe. Im Abschlusstraining hat er uns dann auf beeindruckende Art und Weise demonstriert, was für Ihn der Unterschied zwischen Budo und Sport ist.

Auch das ganze Drumherum wie Übernachtung, Verpflegung, Unterhaltung haben sehr gut funktioniert. An dieser Stelle geht ein großes Dankeschön an das Bushido Dojo in Berlin und die unzähligen Helfer!

Zusammengefasst – Das waren drei sehr lohnende und lehrreiche Tage.

Bis in zwei Jahren 🙂

Bilder vom Lehrgang gibt es auf der geschützten Bilderseite.

9. Berlin Special – Tag Zwei

Wie gestern gibt es hier auch heute nur meine Mitschriften.

Erste Einheit – Tatsuya Naka

  • Koordination: normal laufen + Zuki, Ukes, Mae-Geris, Yoko-Geris, Ushiro-Geris
  • Passgang (Schulter bewegt sich scheinbar  nicht)
  • Expansion vs. Kontraktion (Zuki jodan vs. chudan)
  • Angriffe mit verschiedenen Rhythmen:
    • Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki + überlaufener Gyaku-Zuki
    • Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki + Ashi-Barai + überlaufener Gyaku-Zuki
    • Kizami-Zuki + überlaufener Gyaku-Zuki + Gyaku-Zuki
    • Kizami-Zuki + überlaufener Gyaku-Zuki am Kopf vorbei + Wurf
  • Heian Nidan – Bunkai (Uchi-Uke + Arm greifen + in Mae-Geri reinziehen
  • Bassai-Dai

Zweite Einheit – Risto Kiiskilä

  • Hüftkippimpuls beim Angriff
  • Abdrücken mit dem hinteren Bein und sinken über das Standbein beim Angriff
  • Abdrücken mit dem vorderen Bein beim Block (nicht anziehen)
  • Gewichtsverlagerung bei Suri-Ashi
  • “Altes finnisches Sprichwort: Je schneller man unterwegs ist, desto eher ist man zu Hause. Hab ich mir selbst ausgedacht”
  • “Elegant – mit g nicht mit f”
  • Seitliche Ausweichbewegung um näher an den Gegner zu kommen (“Nase gleiche Distanz, Bein näher”)

9. Berlin Special – Tag Eins

Der erste Tag des diesjährigen Berlin Special mit Sensei Naka und Kiiskilä ist Geschichte. Meinem Knie geht es erstaunlich gut, obwohl ich mich nicht sehr zurückgehalten habe.

Nach reichlich Abendbrot und Pflaumenwein in gemütlicher Runde habe ich jetzt beim besten Willen keine Lust mehr, eine Zusammenfassung zu schreiben 😉 – hier gibt es deshalb heute nur meine Mitschriften. Prosa folgt vielleicht morgen.

Erste Trainingseinheit bei Risto Kiiskilä

  • Gewichtsverlagerung
  • Hüfte verschieben statt drehen
  • Ellenbogen an der Hüfte
  • Übergang zur nächsten Technik Körper ranziehen statt Schulter, Arm und Hüfte zurück 
  • Oberkörper eilt dem Unterkörper voraus
  • Gedan-Barai + Gyaku-Gedan-Barai + Soto-Uke + Gyaku-Zuki
    • Bei Gyaku-Gedan-Barai Fuß zurück
    • Bei Soto-Uke Hüfte zurück
  • Shuto-Uke + Jori-Ashi (Mawate) + Jori-Ashi (Mawate) + Wendung über den Rücken 
  • Shuto-Uke + Jori-Ashi (Mawate) + Jori-Ashi (Mawate) + Wendung über den Rücken mit Ushiro-Geri 

Zweite Trainingseinheit bei Tatsuya Naka

  • Expansion vs. Kontraktion (zusammen mit Kippen der Hüfte)
  • Zuki:
    • Jodan – Expansion
    • Chudan – Kontraktion
  • Mae-Geri:
    • Anziehen – Kontraktion
    • Rückziehen – Expansion
  • Mae-Geri-Kombi: Mae-Geri hinten absetzen + Schritt vor Mae-Geri vorn absetzen + Mae-Geri hinten absetzen
  • Mae-Geri-Zuki-Kombi:
    • Oi-Zuku + Mae-Geri hinten absetzen + Gyaku-Zuki
    • Oi-Zuki + Gyaku-Zuki + Mae-Geri hinten absetzen + Gyaku-Zuki (Armwechsel beim Keri)
    • Oi-Zuki + Gyaku-Zuki + Mae-Geri hinten absetzen dabei Zuki vor Absetzen + Gyaku-Zuki
  • Heian Nidan:
    • Kompression vs. Expansion
    • mit jeweils nur einer Hand
  • gleicher Arm gleiches Bein – bei rechtem Arm Fokus auf rechtes bei (Gyaku und Oi)

Bilder vom Lehrgang gibt es bald auf der geschützten Bilderseite.

Vor dem 9. Berlin Special

Nach fast zwei Wochen Ruhe geht es meinem Knie deutlich besser. Es ist zwar noch nicht wieder komplett in Ordnung, aber für das morgen beginnende 9. Berlin Special mit Sensei Naka und Risto muss es einfach reichen. Ich hab jedenfalls reichlich Schmerzgel, -tabletten und Kühlgel eingepackt :).

Das heutige Training habe ich aber noch nicht mitgemacht. Meine Gruppe, aus der am Dienstag ein paar wirklich gute Leute ihren ersten grünen Strich bzw. grünen Gürtel erkämpft haben, wurde von mir mit einer tollen Koordinationsübung beglückt, die ich mir vom Gasshuku-Training bei Markus Ruess mitgenommen habe.

Morgen geht es nach Berlin 🙂 .

DJKB-Kindertrainerlehrgang – Teil Zwei

Im letzten Jahr war ich mit unseren drei Trainerfrauen in Leipzig bei ersten Teil des DJKB-Kindertrainerlehrgang. Vieles des dort gelernten konnten wir in der Zwischenzeit umsetzen. Heute stand nun der zweite und letzte Teil auf dem Plan. Also sind wir deutlich vor dem üblichen Wochenendaufstehen in die größte sächsische Stadt aufgebrochen.

Nach einer Feedbackrunde, in der die Erfahrungen des letzten Jahres diskutiert (hat mich mich stark an ein Retrospektivemeeting erinnert 😉 ) wurden eine Menge Fragen gestellt und beantwortet wurden, ging es direkt los.

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Im letzten Jahr lag der Fokus ganz klar auf Erwärmung, Koordination und Kihon. Dieses Mal stand neben der Erwärmung und Kihon klar das Kumitetraining im Vordergrund. Dabei gab es eine ganze Menge interessanter Anregungen vom Bundesjugendtrainer Makus Ruess, wie beispielsweise vom Schweren (Jiyu-Ippon-Kumite) zum Leichten (Kihon-Ippon-Kumite) überzugehen statt wie üblich anders herum.

Ich denke ich werde vieles in der nächsten Zeit ausprobieren.

Bilder vom Lehrgang gibt es auf der zugehörigen Bilderseite.

Letzter Gasshukutag

Mit etwas mehr Tape lief die Sache heute wieder. So präpariert konnte ich mit 5 Trainingseinheiten fast einen ganzen Gasshuku-Powertag absolvieren.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Unsu – bei Toribio Osterkamp

Unsu wird vorläufige wohl nicht in die engere Auswahl zur Lieblingskata kommen. Nichts desto trotz hat das Training Spaß gemacht.  Und immerhin… eine Erkenntnis ist eine Erkenntnis.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Sochin – bei Risto Kiskilä

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Hirayama Yuko

  • Yori-Ashi (Fuß unter den Schwerpunkt, große Last und Spannung auf dem vorderen Bein)
  • Partnertraining: Yori-Ashi
    • Angriff Zuki jodan, Block mit Haishu-Uke mit Yori-Ashi, Konter Gyaku-Zuki
    • Angriff Zuki chudan, Block mit Nagashi-Uke mit Yori-Ashi, Konter Gyaku-Zuki
    • Mae-Geri, Block mit Gedan-Barai (offene Hand) mit Yori-Ashi, Konter mit schnellem Mae-Geri (bevor der Fuß des Partners den Boden berührt).
  • Peitschender Uchi-Uke (Muchimi)

Vierte Einheit: 2./3. Kyu bei Keith Geyer

Neben diversen Kihonkombinationen, zum Beispiel zum Thema Wendung, wurde bei Keith Geyer die Kata Meikyo trainiert.

Fünfte Einheit: 1./2. Dan bei Risto Kiskilä

Das letzte Training des diesjährigen Gasshukus übernahm Risto Kiskilä auf seine unverwechselbaren Art gestaltet. Traumhaft.

Die beiden wichtigsten Dinge im Karate sind “hääh” und “hä”. “Hääh” ist hoch und “hä” ist runter.

Das wichtigste Körperteil ist die Masse. Die Masse muss hinter der Technik stehen. Die Masse muss beschleunigt werden.

Totale Körperspannung ist kein Kime sondern ein Krampf und muss ärztlich behandelt werden.

Zusammenfassung

Kaum angekommen, da sind die 5 Tage auch schon wieder vorbei. Das diesjährige Gasshuku war mein erstes als Schwarzgurt. Das war interessant, da die meisten, mit denen ich sonst einmal im Jahr eine Woche lang trainiert habe in anderen Gruppen geschwitzt haben. Dafür hatte ich nun die Möglichkeit weitere inzwischen guten Bekannten auch im Training zu begegnen.

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Das Training selbst schien mir in den Daneinheiten von deutlich mehr Kontrolle, Zurückhaltung und Detailbewusstsein geprägt gewesen zu sein. Das ist generell eine Beobachtung, die ich auch an mir selbst feststelle. Vielleicht liegt das aber auch am Alter 🙂 .

Trotz meiner kleinen Verletzung hat mir auch dieses Gasshuku wieder eine Menge gebracht. Das für mich interessanteste Erlebnis war die mehrfache Erwähnung des Muchimi-Prinzips durch Hirayama Yuko im Zusammenhang mit Blöcken wie Gedan-Barai, Uraken-Uchi und Uchi-Uke. Vermutlich ist mir das nur aufgefallen, weil es das klare Hauptthema beim Lehrgang mit André Bertel war und mir zuvor so explizit noch nicht begegnet ist.

Weiterhin habe ich nach den zwei entsprechenden Trainingseinheiten entschieden die Kata Chinte nun endgültig auf die Liste meiner Fokuskatas zu setzen.

Ansonsten war es auch dieses Jahr wieder schön, die alten Gesichter wieder zu treffen und natürlich neue Kontakte zu knüpfen.

Das nächste Gasshuku findet  vom 31.07. – 04.08.2017 in Gundelfingen statt.

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Bilder gibt es wie üblich auf der geschützten Bilderseite zum Gasshuku 2016.

 

[Update] Einen sehr umfangreichen Bericht zum diesjährigen Gasshuku gibt es im Blog von Andrea Häusler.

Das Gasshuku 2016 in den Medien

Vierter Gasshukutag

Nach dem Aufstehen habe ich mir erst einmal meinen linken Fuß angeschaut …  und dann entschieden, dass das schon gehen wird.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Nijushiho – bei Keith Geyer

Neben dem Ablauf und einigen separat trainierten Sequenzen hat Keith Geyer ein für mich wesentlich glaubhafteres Kata-Bunkai demonstriert und üben lassen als das allgemeine “Wir fangen mal den Mae-Geri”. Statt dessen wird die Hüfte minimal aus der Angriffslinie gedreht und die Bewegung  des ankommenden Gegners einfach vorbeigeleitet. Und anstelle zu versuchen, das Schienbein des Angreifers zu zertrümmern lässt man den Angreifer einfach in den Awase-Zuki laufen.

Das Training war wirklich gut, aber so richtig Spaß hat es mir trotzdem nicht gemacht. Es ist unglaublich, wir sehr so ein bisschen blaue Farbe am Zeh beim Kime stört. Die folgenden Kataeinheite des 2./3. Kyu hab ich heute ausfallen lassen.

Zweite Einheit 1./2. Dan bei Hideo Ochi

  • Viele verschiedene Kihonkombinationen wie
    1. vor mit Shuto-Uke in Kokutsu-Dachi
    2. vor mit Shuto-Uke in Kokutsu-Dachi + Gyaku-Nukite in Zenkutsu-Dachi
    3. zurück mit Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Gyaku-Nukite
    4. über den Rücken vor mit Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Mae-Geri hinten absetzen + Gyaku-Nukite
    5. über den Bauch zurück mit Shuto-Uke + Kizami-Mawashi-Geri + Gyaku-Zuki
  • Kumite:
    • Gohon-Kumite
    • Kihon-Ippon-Kumite mit vielen verschiedenen Partnern
  • Kata:
    • Bassai Dai (einmal langsam, einmal schnell)
    • Jion (einmal langsam, einmal schnell)
    • Kanku Dai (einmal langsam, einmal schnell)
    • Enpi (einmal langsam, einmal schnell)
    • Gojushiho Sho (einmal langsam, einmal schnell)

Nach der zweiten Trainingseinheit habe ich die bittere Tatsache akzeptiert:

Das wird heute nix.

Ich hasse es, wenn andere Recht behalten 😉 . Aber morgen ist ja auch noch eine Tag.

Dritter Gasshukutag

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Sochin – bei Risto Kiskilä

Der Mikazuki-Geri geht nicht hoch und dann runter. Der Mikazuki-Geri kommt von oben.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata – bei Hideo Ochi

  • Heian I bis V (mit geschlossenen Augen und teilweise schräg zur Hallenwand)
  • Sentaikatas

Dritte Einheit 1. Kyu bei Julian Chees

  • Lockeres Randori ohne Kontakt (siehe Zusammenfassung)
  • Partnerübungen 1:
    1. P1: Angriff mit Oi-Zuki jodan
    2. P2: Block und sofortiger Konter mit Zuki chudan
    3. P1: Zurückgleiten (zusammenziehen) Block + Reingleiten (expandieren) Zuki (Körperverschiebung)
  • Partnerübungen 2:
    1. P1: Angriff mit Oi-Zuki chudan
    2. P2: Block und sofortiger Konter mit Zuki jodan
    3. P1: Zurückgleiten (zusammenziehen) Block mit Haiwan-Uke + Reingleiten (expandieren) Zuki (Körperverschiebung)
  • Partnerübungen 3:
    1. P1: Angriff mit Mae-Geri
    2. P2: Sabaki Block mit Gedan-Barai und sofortiger Konter mit Zuki chudan
    3. P1: Block im Absetzen + schneller Mae-Geri + auf der Stelle absetzen, Standbeinwechsel und schnell rausgleiten
  • Alle drei Partnerübungen hintereinander

Zusammenfassung

Das war heute definitiv nicht mein Tag. Da Mittwoch Nachmittag wie immer kein Training stattgefunden hat, war der Plan, vier Einheiten hintereinander zuabsolvieren. Und zunächst schien das auch so aufzugehen. Bis ein etwas Übereifriger gleich zu Beginn der dritten Einheit “lockeres Randori ohne Kontakt” offensichtlich nicht so recht verstanden und mir mit voller Wucht einen Gedan-Barai auf den rechten Zeh geschlagen hat.

Den Rest des Trainings habe ich die Zähne zusammen gebissen und versucht, mir nichts anmerken zu lassen, aber die vierte Einheit fand dann ohne mich statt :(.

Auch der für morgen geplante “Powertag” mit 6 Trainingseinheiten scheint mir gerade sehr auf der Kippe zu stehen.

Zweiter Gasshukutag

​Der zweite Tag startete etwas müder, dafür aber mit einem Kaffee vor den ersten beiden Trainingseinheiten.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Chinte – bei Thomas Schulze

Chinte bei Thomas Schulze hat heute wieder meine Vermutung bestätigt, dass die Kata nach Sochin und Ji’in meine nächste Fokuskata werden könnte. Sie gefällt mir einfach 🙂 .

Etwas verwundert war ich über die Tatsache, dass die Tate-Shuto-Uchis vor den Tate-Zukis im Zenkutsu-Dachi statt im Fudu-Dachi trainiert wurden. Ansonsten war das Training sehr gut und es wurde besonderes Augenmerk auf die Körperverschiebung gelegt.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Kanku Sho – bei Julian Chees

Bei Julian Chees ging es in ḿeiner zweiten Kataeinheit um Kanku-Sho. Kanku-Sho steht neben Sochin und Ji’in auf meiner derzeitigen Trainingsliste, ist in der letzten Zeit aber etwas zu kurz gekommen. Ich denke das werde ich in der nächsten Zeit ändern. Das Training hat wie alle meine bisherigen Cheestrainings sehr viel Spaß gemacht. Ich mag diesen Menschen.

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Keith Geyer

Keith Geyer – ein australisches Karateurgestein – kannte ich bisher noch nicht. Sein Training war sehr abwechslungsreich. Er hat eine gute Balance zwischen Erklärungen und schweißtreibendem Techniktraining gefunden.

  • 180° Sprungwendung in Shitzentai + Gyaku-Zuki in Zenkutsu-Dachi (alleine und mit Partner)
  • Partnerübung: Beide Gyaku-Zuki + Wendung am Partner vorbei über den Bauch
  • Mae-Geri (hinten absetzen) + Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki
  • Im Karo (Kiba-Dachi) – Tetsui-Uchi
  • Im Karo (Kiba-Dachi)
    1. Tetsui-Uchi
    2. Haito-Uchi (von innen nach außen)
    3. Empi
    4. Teisho-Uchi
  • Im Karo (Kiba-Dachi) – wie zuvor aber jeweils mit freier Kontertechnik
  • Wendungskombi:
    1. Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki
    2. Mawate + Age-Uke (in den Gegner rein) + Gyaku-Zuki
    3. 90°-Wende + Uchi-Uke (in den Gegner rein) + Gyaku-Zuki
    4. Mawate + Gedan-Barai + Gyaku-Zuki
  • Partnerübung: P1: Angriff Oi-Zuki jodan, P2: Sabaki + Ashi-Barai zum vorderen Fuß
  • Partnerübung im Stand aus Jiyu-Kamae:
    1. P1: Kizami-Zuki jodan, P2: Nagashi-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    2. P2: Gyaku-Zuki jodan, P2: Tate-Shuto-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    3. P3: Kizami-Zuki jodan, P2: Tate-Shuto-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    4. P4: Gyaku-Zuki jodan, P2: Kirikaeshi + Tate-Shuto-Uke + Greifen + Tate-/Ura-Zuki
  • Am Ende gab es noch eine schöne längere Partnerkombination, die ich aber zu faul bin, hier niederzuschreiben 😉 .

Vierte Einheit: 1./2. Dan bei Markus Ruess

In der letzten Einheit war das Thema Kumite – speziell der Oi-Komi (überlaufene Gyaku-Zuki).

  • Partnerübung: wechselseitig lockerer schneller Kizami-Mawashi-Geri/Mawashi-Geri/Ura-Mawashi-Geri/Ushiro-Mawashi-Geri gedan, zum Oberschenkel
  • Zuki-Schritt-Kombination
    1. Shizentai: Zuki
    2. Rechts zurück in Zenkutsu-Dachi + Gyaku-Zuki
    3. Rechtes Bein wieder vor (Shizentai) + Zuki
    4. Rechts zurück in Zenkutsu-Dachi + Gyaku-Zuki
    5. Mae-Geri (hinten absetzen) + Gyakz-Zuki
    6. Rechtes Bein wieder vor (Shizentai) + Zuki
    7. Links vor in Zenkutsu-Dachi + Oi-Zuki
    8. Rechtes Bein vor (Shizentai) + Zuki
    9. Rechtes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    10. Rechts ran (Shizentai) + Zuki
    11. Rechtes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    12. Rechts ran (Shizentai) + Zuki
    13. Linkes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    14. Links ran (Shizentai) + Zuki
    15. Linkes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    16. Links ran (Shizentai) + Zuki
    17. 180°-Wendung in Shizentai nach rechts + Zuki
    18. 180°-Wendung zurück in Shizentai + Zuki + Zuki
    19. 180°-Wendung in Shizentai nach links + Zuki
    20. 180°-Wendung zurück in Shizentai + Zuki
    21. Beginn von vorn mit dem anderen Bein
  • Zwischendurch immer wieder lockeres Randori
  • Vorbereitung der folgenden längeren Partnerübung zum Oi-Komi
    1. P1: Gyaku-Zuki, P2; startet gleichzeitig mit Gyaku-Zuki
    2. P1: Oi-Komi
  • Partnerübung (wurde sukzessive aufgebaut):
    1. P1: Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki (Suri-Ashi), P2: Nagashi-Uke + Gedan-Barai
    2. P2: Gyaku-Zuki, P1: Nagashi-Uke + Oi-Komi

Erster Gasshukutag

Nach der gestrigen staureichen Anreise gefolgt von herzlichen Begrüßungen tausender bekannter Gesichter, Zeltaufbau und einer regenreichen  Nacht ging es heute um 7 (SIEBEN) Uhr für mich mit der ersten Trainingseinheit los.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Gojushiho Sho – bei Hideo Ochi

Und weil es organisatorisch so schön passt, habe ich auch gleich noch die nächste Stunde mittrainiert.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Chinte – bei Toribio Osterkamp

Jetzt war endlich Zeit für ein ausgedehntes und gemütliches Frühstück. Danach ging es direkt weiter.

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Hirayama Yuko

  • Choku-Zuki (Schleudern)
    • Erste Stufe: Nur Hüfte vordrehen
    • Zweite Stufe: Hüfte vor- und wieder zurückdrehen (Double-Twist)
    • Dritte Stufe: Gravitation nutzen – nach unten sinken (Beine und Füße fest, Arme und Schultern locker)
  • In Zenkutsu-Dachi auf der Stelle – Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki mit intensivem Hüfteinsatz (Beine (Knie) bewegen sich nicht, Fersen am Boden, schnelle einzelne Techniken)
  • Locker – Fest (Kime) – Locker (0 – 10 – 0)
  • Kanku Dai
    • gerade Körperachse
    • Schwerpunkt verlagern – Körperverschiebung (der Körper steht voll hinter der Technik)
    • Ausholbewegung Shuto-Uchi – vor der Stirn -> große Halbkreisbewegung
    • Nicht nur den Körper, sonder auch den Geist auf das Ziel fokussieren
    • 45°-Kokutsu-Dachi – bis zur Mitte Hüfte gerade/draußen, Abdrehen erst ab der Mitte

Vierte Einheit: 1./2. Dan bei Toribio Osterkamp

Nach der Mittagspause und dem ersten Sprung ins kühle Rhein-Bodensee-Nass folgte die letzte heutige Trainingseinheit. Und das war die mit Abstand anstrengenste.

  • Age-Uke + Mae-Geri hinten absetzen + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Soto-Uke + Yoko-Empi + Tate-Uraken + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Uchi-Uke + Kizami-Mae-Geri + Mae-Geri hinten absetzen + Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Vor Shuto-Uke + zurück Shuto-Uke + Gyaku-Nukite + über den Rücken vor Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Gyaku-Nukite
  • Zurück Shuto-Uke + vor Shuto-Uke + Gyaku-Nukite + über den Bauch zurück Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Gyaku-Nukite
  • Kata wettkampfartig
  • Katamarathon – ohne Pause bei vollem Kime
    • Heian I – V
    • Tekki Shodan
    • Bassai Dai
    • Enpi
    • Jion
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Zusammenfassung

Der erste Gasshukutag hat mir viele neue Details gebracht. Vor allem in der dritten Einheit bei Hirayama Yuko wurden diverse solche besprochen.

Zweiter Tag mit Andrè Bertel

Am zweiten Tag ging es nun richtig zur Sache. Ich beschränke mich an dieser Stelle darauf, den groben Ablauf zu skizieren.

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Erste Trainingseinheit

  1. Oi-Zuki + Sanbon-Zuki
  2. Shuto-Uke in Renoji-Dachi Hände einzeln (sliding Hand – kein Schlagen auf den Bauch, “Hikite”-Hand kleinen Finger hochdrehen, Finger zusammen)
  3. Partnererwärmung – Sen no Sen: P1: Gyaku-Zuki, P2: Direkter Block (Schutzblock) + Konter + Partner wegschubsen – ganze Bahn dann Wechsel (Power)
  4. Oi-Zuki in Einheit mit Zenkutsu-Dachi (4er Zahlzeit – im Absetzen Druck + Körperverschiebung)
  5. Partnertraining: P1: Oi-Zuki, P2: Age-Uke + Gyaku-Zuki jodan (Genick nach hinten) + Age-Uke + Gyaku-Zuki chudan + Age-Uke + Kiri-Kaeshi Oi-Zuki jodan (zum Hals)
  6. normaler Uraken mit gegenläufiger Hüfte
  7. Muchimi-Uraken mit in der Drehung geführten Hüfte (vorderer Fuß dreht auf der Ferse, hinterer auf dem Ballen, “Hineinschrauben” in den Boden, kein Hikite, “sichere Technik” je nach Distanz trifft Handrücken oder Ellenbogen)
  8. Partnertraining: P1: Oi-Zuki, P2: Rausdrehen (Sabaki) + Weiterdrehen Konter mir Muchimi-Uraken (mehrfach)
  9. Ushiro-Geri (nur eine Zählzeit, Reinschrauben)
  10. Partnertraining: P1: Kizami-Zuki, P2: Kiri-Kaeshi + Kizami-Zuki (in den Gegner rein, vorgeres Bein Innenseite des Gegners) + Arm blockieren und Werfen (auf den Bauch)

Zweite Trainingseinheit

  1. Tate Shuto-Uke + Gyaku-Zuki + Tate Shuto-Uke + Gyaku-Zuki + Muchimi-Uraken (links uns rechts)
  2. Tai-Sabaki (Angriff Oi-Zuki) um den Gegner herum (drillartig – viel und schnell, ständiger Auslagenwechsel)
  3. Durch Mae-Geri wegtauchen
  4. Ashi-Barai – kurz vor dem Absetzen (Angriffe: Mae-Geri und Oi-Zuki)
  5. Seiryu

Key-Points

  • lockerer Arm – nur die Faust fest
  • Zukifaust minimal weniger drehen

Zusammenfassung

Der Lehrgang mit André Bertel sollte etwas besonderes werden. Und nachdem das Wochenende nun leider bereits vorüber ist, kann ich sagen:

Es war mein Karatehighlight 2016!!!

Vielen Dank an dieser Stelle an Oliver und die vielen Helfer vom Yavara Ahrensburg! – André Bertel ist ein großartiger und charismatischer Instruktor. Neben seinen unglaublichen körperlichen Fähigkeiten ist er auch menschlich ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Er demonstriert alles was er erklärt persönlich (und darüber hinaus) und begründet seine Erläuterungen. Er hat sich nach jeder Trainingseinheit noch ewig lange Zeit genommen, Fragen zu beantworten und weitere Details zu demonstrieren. Vielen Dank dafür!

Now let me finish this post by saying the last words again in English:

Andrè Bertel is a great and charismatic Instructor. Beside his amazing physical skills, he’s also a very pleasant person. Everything that he has explained was also demonstrated by himself and logically justified. After each training-unit he spend endless time to answer questions and show additional details. Awesome! Thanks a lot for your time and this exciting weekend. I’m sure I will not miss the next opportunity to get trained by you.

 

Bilder mit Menschen 🙂 sind auf der geschützten Bilderseite zu finden.

 

UPDATE: Marco vom  Bushido Lubwart Bad Liebenwerda hat einen sehr ausführlichen Lehrgangsbericht verfasst.

Erster Tag mit Andrè Bertel

Nach etwa fünf Stunde Autofahrt sind wir gestern gegen 20:30 Uhr in Ahrensburg bei Hamburg angekommen. Am Dojo wartete bereits einer der ersten Übernachter und ich hatte die Gelegenheit beim Aikidotraining zuzuschauen. Ich habe ja bereits das ein oder andere Mal erwähnt, dass sollte ich noch einmal die Lust und Zeit haben, eine neue Kampfkunst zu erlernen, Aikido eine meiner Favoriten ist.

Ich muss sagen, so ein eigenes Dojo ist schon toll. Allerdings bin ich nicht so der große Fan von Matten.

Das Training begann zu meiner großen Freude erst um 11 Uhr. So blieb genug Zeit, gemütlich zu Frühstücken und ein paar der anderen Übernachtenden etwas besser kennenzulernen.

Zu Beginn wurden wir nach der Begrüßung und ein paar einleitenden Worten und Fakten (120 Teilnehmer, 12 Nationen) nochmals nachdrücklich darauf hingewiesen, dass Andrè Bertel hartes Budokarate betreibt und lehrt und wir uns genau überlegen sollen, ob wir uns als Präsentationspartner zur Verfügung stellen wollen. Diese Warnung hat sich als sehr sinnvoll herausgestellt 🙂 .

“Wer budo kann,  kann auch Sport aber nicht umgekehrt.”

Auch Sensei André selbst ließ von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, wo seine Prioritäten liegen. Dabei gab es gelegentlich den ein oder anderen dezenten Seitenhieb in Richtung Sportkarate.

Während in der ersten Trainingseinheit wurden in erster Linie Grundlagen behandelt, aber bereits hatte ich so meine Probleme mit den schnellen 360°-Wendungen in Shizentai. In der zweiten Einheit ging es dann unter anderem bereits um Muchimi, einem Prinzip, dass für mich größten Teils Neuland darstellt. Es ist faszinierend, wie effektiv ein geschleuderter Haito-Uchi sein kann, ohne dass dabei viel Kraft eingesetzt werden muss.

Erste Trainingseinheit

  1. Choku-Zuki (Hikite kleinen Finger nach oben, nicht ziehen sondern Ellenbogen an Körper pressen, keine Lücke)
  2. Choku-Zuki langsam + schnell
  3. Partnertraining: P1: Gyaku-Zuki aus Kiba-Dachi,  P2 Nagashi-Uke aus Kiba-Dachi (nahe)
  4. Gyaku-Zuki +Kizami-Zuki (Hüfte)
  5. 360°-Wendung Choku-Zuki (auf dem Ballen, nicht der Ferse)
  6. gerade + 45° + 360° Choku-Zuki
  7. Springen in Zenkutsu-Dachi (aus Shizentai, aus Hocke, aus Seiza)
  8. Gyaku-Zuki – Expansion in zwei Richtungen: Boden (Ferse) und Gegner
  9. Partnertraining: beide Gyaku-Zuki + P1: Gyaku-Zuki, P2: Kiri-Kaeshi Block + Oi-Zuki
  10. Partnertraining: Gyaku-Zuki zu den Rippen vorderes Bein korrekt in Angriffslinie in den Gegner rein (Gleichgewicht brechen durch Zug am Arm + Fege)

Zweite Trainingseinheit

  1. Age-Uke (Ellenbogen am Körper, erst am Ende drehen – nach Aufnahme)
  2. Soto-Uke (nach vorn, nicht von außen nach innen, Ellenbogen an der Hüfte)
  3. Gedan-Barai (Block mit Faustrücken, wie Uraken)
  4. Sabaki (Ippon-Ken, mit Zuki stoppen)
  5. Muchimi (Heito locker auf Brust, Rücken, inneren Oberschenkel)
  6. Meikyo – Dreieckssprung
  7. Stoppen mit Mae-Geri (gedan, chudan und jodan)
  8. Stoppen mit Mawashi-Geri (Sabaki)

Key-Points

  • Mae-Geri starten mit Zehenanziehen
  • Hikite – kleinen Finger etwas nach oben drehen, Ellenbogen an Körper pressen
  • Ferse am Boden
  • Drehung meistens über die Ferse (in Bewegungsrichtungen)
  • Bei Soto-Uke in Kokutsu-Dachi – Kopf zum Gegner ausgerichtet festigt den Block (Latissimus)
  • Powerleg (supporting leg) & Kerileg

 

Bilder mit Menschen 🙂 sind auf der geschützten Bilderseite zu finden.

Ende der Trainingspause

Ich habe die letzten beiden Wochen Aktivlaub sehr genossen! Aber nun wird es wieder Zeit für Karatetraining – und zwar so richtig!

In 10 Tagen bin ich beim diesjährigen Gasshuku und morgen fahre ich zusammen mit einem Dojokollegen und Sensei nach Ahrensburg zu einem Wochenendlehrgang mit André Bertel.

Vor etwas mehr als drei Jahren bin ich auf der Suche nach karatebezogenen Blogs auf das von Andrè Bertel gestoßen und verschlinge es seitdem regelmäßig. André Bertl war ein Schüler von Asai und ist 2013 in die JKA eingetreten. Er stammt aus Neuseeland, lebt aber seit geraumer Zeit in Japan und ist einer der ganz wenigen nicht japanischen Instruktoren, die in Japan Seminare geben.

Am Ende des letztjährigen Tschechischen Gasshukus erfuhr ich, dass er wenige Tage nach selbigem kurzfristig nach Krefeld kommt. Leider habe ich mich nach 6 Tagen intensiven Trainings in Prachatice dagegen entschieden. Kurze Zeit später habe ich dann folgendes Video entdeckt

… und musste dort auch noch den Bekannten, der mir von dem Lehrgang berichtet hatte erblicken – WTF! Das würde mir nicht noch einmal passieren :).

Als ich nun Ende des letzten Jahres las, dass er wider erwartend auch dieses Jahr für einen einzigen Lehrgang nach Deutschland kommt, habe ich nicht lange gewartet und mich sofort dafür angemeldet.

AndreBertelSeminarDeutschland2016

Und am kommenden Wochenende ist es nun soweit. Natürlich werde ich hier unter dem Tag #AndreBertel2016 berichten. Stay tuned!

 

Kata meets Kumite

Heute war ich mit 6 weiteren Karateka meines Vereins in Reichenbach im Vogtland beim Lehrgang “Kata meets Kumite” mit Fiore Tartaglia (6. Dan) und Harald Strauß (6. Dan). Der Lehrgang fand im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums des Karate-Welt-Reichenbach e.V. statt. Dazu nochmals herzlichen Glückwunsch.

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In den 4 Trainingseinheiten wechselten sich die beiden Trainer und das entsprechende Thema jeweils ab.

Bei Sensei Harald Strauß ging es um Kumite. Nach intensiver Erwärmung wurden viele verschiedene Angriffs- und Konterkombinationen, alleine und mit Partner trainiert. Neben einigen bekannten, wie einer Anwendung des Sprunges aus der Kata Meykjo, waren auch einige für mich recht ungewohnte Abfolgen dabei. Zudem hat sich wieder einmal gezeigt, dass Ushiro-Geri eine sehr schnelle und schwer zu blockende Technik ist, die ich nicht besonders gut kann 🙂 . Das Training war sehr motivierend und abwechslungsreich. Einzig die strikte No-Contact-Policy fand ich etwas irritierend.

In den beiden Kataeinheiten bei Sensei Fiore Tartaglia war das Thema Chinte. Ich bin die Kata bereits einige Male gelaufen, habe mich aber bisher noch nicht intensiv mit ihr beschäftigt und hatte den Ablauf nicht mehr drauf. Dementsprechend sinnvoll war es für mich, dass in der ersten Einheit zunächst einmal der Ablauf geübt wurde. In der zweiten schloss sich dann ein Bunkaiteil an. Ich muss sagen, dass ich die Kata sehr mag, und auch den Lehrstil von Fiore Tartaglia. Ich denke nach Sochin und Ji’in könnte das meine nächste Fokuskata werden. Aber bis dahin wird sicher noch etwas Zeit vergehen.

Zusammenfassend war auch das wieder ein toller Lehrgangstag bei dem ich viel neues gelernt habe.

Bilder mit Menschen drauf gibt es auf der Galerieseite zum Blogpost.

UPDATE: Viele Photos sind auch auf der Webseite des Dojos Taikikan zu finden.

Axellehrgang in Annaberg

Sebastian und ich waren heute in Annaberg bei Sensei Axel.

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Der letzte Axellehrgang ist noch gar nicht so lange her, und schon hat es mich wieder hingezogen :). Dieses Mal bin ich zusammen mit einem meiner Schüler  da gewesen. Das er mehrfach gelobt wurde freut mich natürlich ganz besonders :).

Eigentlich muss ich hier gar nicht viel schreiben. Das Training bei Axel Dziersk ist immer sehr abwechslungs- und lehrreich. Viel Kihon in Kombination mit Partnerübungen und Kata-Bunkai, Kraftübungen, Dehnung und vielfältige Formen von Schmerz – all das kann man erwarten, wenn man zu Axel fährt :).

Neben diversen Trainingsanregungen bezüglich Kraft, Dehnung und Kondition (siehe Übungen – unsortiert) hat mir vor allem eine Anwendung in Anlehnung an Heian Nidan sehr gut gefallen:

  • Angriff: Sanbon-Zuki (3x chudan)
  • Konter: Shuto-Uke + Te-Osa-Uke + Nukite, Te-Osa-Uke + Uraken

sowie das Blocken direkt ins Gelenk:

  • Angriff: Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki
  • Konter: Nagashi-Uke + Gedan-Barai ins Ellenbogengelenk

Zum Thema Schmerz gab es Mikazuki-Geri-Partnertraining und nach einigen anderen wurde ich dieses Mal zu “Präsentationszwecken” als Opfer auserkoren ;).

Zusammengefasst war es ein toller Tag mit vielen Highlights. Leider können wir beim morgigen zweiten Teil nicht mehr dabei sein. Das ist besonders schade, da es wohl schwerpunktmäßig um Ji’in gehen soll.

 

Bilder mit Menschen gibt es wie üblich auf der gesonderten Bilderseite.

Axellehrgang – Zweiter Tag

Der zweite Tag mit Sensei Axel Dziersk stand ganz unter dem Motto Beweglichkeit und Fußtritte.

Der heutige Tag begann mit einer vollen Stunde Dehnung und Beweglichkeitstraining. Unzählige Übungen haben mir wieder einmal gezeigt, wie sehr ich mich auf dieses Thema konzentrieren muss (diese Schmerzen 😉 ) und wie erstaunlich beweglich einige Leute unseres Vereins sind.

Die Dehnung ging nahtlos in mein Wunschthema über – Mawashi-Geri.

Darauf folgte zum Abschluss eine sehr interessante Art, Konzentration, Balance und Kata zu kombinieren. Wir sind Tekki Shodan, Heian Yondan und Heian Godan auf einer Linie auf einer Bank gelaufen. Nachdem das einigermaßen geklappt hat, wurde die Bank schräg gestellt. Der wackelige Grund und beengte Platz sowie die Reduzierung auf eine zwei Bewegungsrichtungen haben einen faszinierenden Effekt: Da man sich stark konzentrieren muss, nicht herunter zu fallen und bei jeder 90°-Wendung kurz überlegt, merkt man sofort, an welcher Stelle Ablauf und Technik noch nicht vollständig automatisiert ablaufen.

Die letzten zwei Tage mit Sensei Axel waren sehr lehrreich und spannend – nicht nur was das Training selbst angeht. Ich habe eine Menge gelernt und wie immer bei Axel viele meiner Schwächen und einige meiner Stärken deutlich aufgezeigt bekommen.

Bilder vom Lehrgang sind auf der geschützten Bilderseite zu finden.