Sensei Axel in FTL – Zweiter Tag

Heute stand noch einmal eine Trainingseinheit mit Sensei Axel auf dem Programm. Dieses Mal ging es um Stellungen, Taktik und Distanz beim Kumite und um Kata.

Mir ist erstmals aufgefallen, dass Sensei Axel viele Details, die er im Kihon erzählt ganz offensichtlich aus der Kata ableitet. Das ist natürlich sehr logisch, mir aber nie so deutlich bewusst geworden wie heute.

Zum Training selbst gibt es im Anschluss noch ein paar Notizen, aber heute keine Prosa mehr 🙂 .

Der Lehrgang war super!

Was ich an Sensei Axel besonders schätze ist, dass er mir klares Feedback gibt. Meine frühere “Axelmeckerliste” führe ich zwar schon eine ganze Weile nicht mehr, allerdings finde ich es sehr befriedigend, dass sie aktuell nur noch zwei Punkte enthalten würde, die sich selbstverständlich in meinen persönlichen Trainingsschwerpunkten wiederfinden:

  • Oberkörper gerade halten (tendiert nach vorn)
  • Lockerer werden (das zieht sich seit Jahren)

 

Bilder gibt es bald (heute noch) auf der Bilderseite zum Lehrgang.

 

Trainingsnotizen

Stellungen

  • Zenkutsu- zu Fudo-Dachi (Schwerpunkt von vorn zur Mitte)
  • Zenkutsu- zu Kokutsu-Dachi (Körperverschiebung beim Block ohne die eigene Angriffsdistanz zu vergrößern)

Taktik

  • Angriffe vorbereiten
  • Fokus des Gegners steuern (Ablenkung)
  • Deckung des Gegners nach oben ziehen -> Kizami-Zuki CHUDAN als Block und Angriff
  • Nach dem Konter nicht aufhören – verschiedene Folgetechniken im Kopf haben

Distanz

  • Konter mit Haito-Uchi
  • Angriff Zuki -> leicht aus Angriffslinie heraustreten + Schutzblock (Nagashi-Uke, Soto-Uke, etc.) + Haito-Uchi zum Kopf oder Solarplexus
  • Haito-Uchi vs. Shuto-Uchi – Haito um die Deckung herum, hinten auf den Hals
  • Körperverschiebung statt Schritt zurück (nicht zu weit vom Gegner entfernen)
  • Block raus, Konter rein
  • Masse beim Angriff einsetzen
  • Druck machen
  • Mae-Geri zur Distanzüberbrückung
  • Kizami-Zuki zur Distanzüberbrückung

Kata

  • Sochin
    • erste Technik kein Gedan-Barai sondern Tetsui (Arm leicht angewinkelt)
    • Tate-Shuto-Uke – Finger geschlossen
    • Doppeltechnik (Tetsui + Block) eng am Körper
  • Chinte
    • Migi-Gedan-Haito-Mawashi-Uke – große Bewegung (Block Zukiangriff)
  • Nijushiho
    • Hasami-Uke in Sanchin-Dachi
    • Kakiwage-Uke – deutlich Arme kreuzen (rechts vor links)
  • Ji’in
    • sehr stark (etwas zu sehr)
    • zu wenig locker

 

Übrigens – mein Results-Training läuft gut. In der nächsten Woche gibt es auch wieder ein paar neue Übungsformen.

Results Woche #1 und Chinte

So, ich habe meine erste Results-Woche geschafft und muss sagen, dass mir das Programm gut gefällt. Gerade da ich derzeit viel zu tun habe ist es eine tolle Sache, sich nichts selbst überlegen zu müssen, sondern einfach nur tun zu können, was die App einem sagt. Jedes Workout beginnt mit einer Erwärmung und endet mit Dehnung. Die Übungen sind anstrengend, aber bisher gut machbar. Einige davon habe ich gleich mal in das letzte Freitagstraining eingebaut 🙂 . Ich bin sehr gespannt, wie das in den nächsten Wochen so weiter läuft.

Beim browsen auf Youtube habe ich heute eine sehr schöne Darbietung der Kata Chinte gefunden. Da ich diese Kata ganz besonders mag und weiß, dass auch einige meiner Trainingskollegen sich damit gerade beschäftigen, will ich Euch das Video nicht vorenthalten.

Kata Chinte

Am Montag war ich mal wieder an der Reihe, in unserer Dantrainingsgruppe das Training zu leiten. Nun habe ich mich in der letzten Zeit verstärkt mit der Chinte beschäftigt, was lag also näher, als meinen Trainingskollegen diese großartige Kata beizubringen?

Da ich dieses Mal nicht einfach nur stumpf den Ablauf und das Timing vermitteln wollte, habe ich im Vorfeld etwas recherchiert und viele spannende Informationen gefunden. Quelle Nummer eins ist natürlich das Buch “Best Karate #9 – Bassai Sho, Kanku Sho, Chinte” von Nakayama Masatoshi.

Interessanterweise habe ich darin zwei Unregelmäßigkeiten gefunden. Zum einen fehlt der zweite Kiai und zum anderen weicht die Technik genau einen Schritt vor dem zweiten Kiai von der von mir gelernten Form ab. Auch bei Albrecht Pflüger (“25 Shotokan Katas“) ist die Technik als Morote-Gedan-Barai statt eines doppelten Ura-Mawashi-Zuki mit Nakadaka-Ken dargestellt. Hier muss ich bei Gelegenheit mal einen Wissenden fragen :).

Diverse Hintergrundinformationen finden sich auf der Seite von Shotokan Karate Cote Saint-Luc sowie im Artikel “Chinte: NO its not a girls Kata!/Destroying your attacker!“.

Und natürlich habe ich wie üblich beim Erlernen einer neuen Kata auf die Videos von Hirokazu Kanazawa und Paul Walker zurückgegriffen. Letzterer liefert neben Ablauf und Timing auch gleich noch Erklärungen zu den einzelnen Bewegungen und Techniken.

Montagstraining – Fußtritte

Nach kurzer Erwärmung wurde der größte Teil des heutigen Dantrainings dem Thema Fußtritte gewidmet …

  • Mae-Geri keage
  • Mae-Geri kekomi
  • Mawashi-Geri chudan und jodan
  • Yoko-Geri keage
  • Yoko-Geri kekomi
  • Ushiro-Geri
  • Ura-Mawashi-Geri

… einzeln, mit Partner und in verschiedenen Kombinationen.

Zwischendurch sind wir zur Abwechslung Hangetsu gelaufen und die letzte halbe Stunde bestand aus umfangreichem Stretching und etwas Krafttraining.

Die heutige Trainingseinheit war intensiv und hat mich einem akzeptablen Ushiro-Geri sicher wieder ein kleines Stück näher gebracht 🙂 .

Nach dem Training bin ich wie üblich meine 4 Fokuskatas – Ji’in, Sochin, Kanku Sho und Chinte gelaufen.

Fokuskata hinterm Haus

Um den Ablauf meiner nun bereits vier Fokuskatas endlich mal so richtig drauf zu bekommen bin ich heute seit langem mal wieder hinterm Haus Katas gelaufen.

DSC_1991.JPGSochin

Eigentlich dachte ich, den Ablauf intus zu haben, aber da hatte sich doch tatsächlich ein Fehler eingeschlichen. Also bin ich die Kata etwa 10x gelaufen. Jetzt sollte das sitzen 🙂 .

Ji’in

Hier passt soweit alles. Ablauf und Timing sind soweit in Ordnung. Die Wendungen in Kiba-Dachi waren mit meiner noch immer angeschlagenen großen Zehe auf der weichen Wiese aber eine echte Herausforderung.

Kanku Sho

Zuerst habe ich bei den Manji-Ukes kurz gestockt. Aber nach 6 Durchläufen lief es wie am Schnürchen.

Chinte

Mein Liebling unter den aktuellen Fokuskatas ist Chinte. Nachdem der Ablauf soweit klar ist habe ich mir heute auf die Kombination Teisho-Ukes + Wendung konzentriert.

Nach dem Gasshuku ist …

Nach zwei Tagen Pause habe ich bereits deutlich den Entzug gespürt 😉 . Leider wollte trotz sehr gut aufgebauter Trainingseinheit heute keine richtige Power aufkommen. Aber egal, Hauptsache Training.

Weil ich faul bin, schreib ich den Inhalt jetzt ganz dreist aus dem Trainingsbuch ab.

  • Beginn Körperverschiebung im Hara
  • Stockabwehr in Kata
  • Jitte
  • Empi
  • Bassai-Sho
  • Bassai-Dai

Nach dem Training bin ich noch meine Fokuskatas gelaufen.

  • Ji’in (1x)
  • Sochin (2x)
  • Kanku Sho (2x)
  • Chinte (4x)

Letzter Gasshukutag

Mit etwas mehr Tape lief die Sache heute wieder. So präpariert konnte ich mit 5 Trainingseinheiten fast einen ganzen Gasshuku-Powertag absolvieren.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Unsu – bei Toribio Osterkamp

Unsu wird vorläufige wohl nicht in die engere Auswahl zur Lieblingskata kommen. Nichts desto trotz hat das Training Spaß gemacht.  Und immerhin… eine Erkenntnis ist eine Erkenntnis.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Sochin – bei Risto Kiskilä

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Hirayama Yuko

  • Yori-Ashi (Fuß unter den Schwerpunkt, große Last und Spannung auf dem vorderen Bein)
  • Partnertraining: Yori-Ashi
    • Angriff Zuki jodan, Block mit Haishu-Uke mit Yori-Ashi, Konter Gyaku-Zuki
    • Angriff Zuki chudan, Block mit Nagashi-Uke mit Yori-Ashi, Konter Gyaku-Zuki
    • Mae-Geri, Block mit Gedan-Barai (offene Hand) mit Yori-Ashi, Konter mit schnellem Mae-Geri (bevor der Fuß des Partners den Boden berührt).
  • Peitschender Uchi-Uke (Muchimi)

Vierte Einheit: 2./3. Kyu bei Keith Geyer

Neben diversen Kihonkombinationen, zum Beispiel zum Thema Wendung, wurde bei Keith Geyer die Kata Meikyo trainiert.

Fünfte Einheit: 1./2. Dan bei Risto Kiskilä

Das letzte Training des diesjährigen Gasshukus übernahm Risto Kiskilä auf seine unverwechselbaren Art gestaltet. Traumhaft.

Die beiden wichtigsten Dinge im Karate sind “hääh” und “hä”. “Hääh” ist hoch und “hä” ist runter.

Das wichtigste Körperteil ist die Masse. Die Masse muss hinter der Technik stehen. Die Masse muss beschleunigt werden.

Totale Körperspannung ist kein Kime sondern ein Krampf und muss ärztlich behandelt werden.

Zusammenfassung

Kaum angekommen, da sind die 5 Tage auch schon wieder vorbei. Das diesjährige Gasshuku war mein erstes als Schwarzgurt. Das war interessant, da die meisten, mit denen ich sonst einmal im Jahr eine Woche lang trainiert habe in anderen Gruppen geschwitzt haben. Dafür hatte ich nun die Möglichkeit weitere inzwischen guten Bekannten auch im Training zu begegnen.

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Das Training selbst schien mir in den Daneinheiten von deutlich mehr Kontrolle, Zurückhaltung und Detailbewusstsein geprägt gewesen zu sein. Das ist generell eine Beobachtung, die ich auch an mir selbst feststelle. Vielleicht liegt das aber auch am Alter 🙂 .

Trotz meiner kleinen Verletzung hat mir auch dieses Gasshuku wieder eine Menge gebracht. Das für mich interessanteste Erlebnis war die mehrfache Erwähnung des Muchimi-Prinzips durch Hirayama Yuko im Zusammenhang mit Blöcken wie Gedan-Barai, Uraken-Uchi und Uchi-Uke. Vermutlich ist mir das nur aufgefallen, weil es das klare Hauptthema beim Lehrgang mit André Bertel war und mir zuvor so explizit noch nicht begegnet ist.

Weiterhin habe ich nach den zwei entsprechenden Trainingseinheiten entschieden die Kata Chinte nun endgültig auf die Liste meiner Fokuskatas zu setzen.

Ansonsten war es auch dieses Jahr wieder schön, die alten Gesichter wieder zu treffen und natürlich neue Kontakte zu knüpfen.

Das nächste Gasshuku findet  vom 31.07. – 04.08.2017 in Gundelfingen statt.

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Bilder gibt es wie üblich auf der geschützten Bilderseite zum Gasshuku 2016.

 

[Update] Einen sehr umfangreichen Bericht zum diesjährigen Gasshuku gibt es im Blog von Andrea Häusler.

Das Gasshuku 2016 in den Medien

Zweiter Gasshukutag

​Der zweite Tag startete etwas müder, dafür aber mit einem Kaffee vor den ersten beiden Trainingseinheiten.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Chinte – bei Thomas Schulze

Chinte bei Thomas Schulze hat heute wieder meine Vermutung bestätigt, dass die Kata nach Sochin und Ji’in meine nächste Fokuskata werden könnte. Sie gefällt mir einfach 🙂 .

Etwas verwundert war ich über die Tatsache, dass die Tate-Shuto-Uchis vor den Tate-Zukis im Zenkutsu-Dachi statt im Fudu-Dachi trainiert wurden. Ansonsten war das Training sehr gut und es wurde besonderes Augenmerk auf die Körperverschiebung gelegt.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Kanku Sho – bei Julian Chees

Bei Julian Chees ging es in ḿeiner zweiten Kataeinheit um Kanku-Sho. Kanku-Sho steht neben Sochin und Ji’in auf meiner derzeitigen Trainingsliste, ist in der letzten Zeit aber etwas zu kurz gekommen. Ich denke das werde ich in der nächsten Zeit ändern. Das Training hat wie alle meine bisherigen Cheestrainings sehr viel Spaß gemacht. Ich mag diesen Menschen.

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Keith Geyer

Keith Geyer – ein australisches Karateurgestein – kannte ich bisher noch nicht. Sein Training war sehr abwechslungsreich. Er hat eine gute Balance zwischen Erklärungen und schweißtreibendem Techniktraining gefunden.

  • 180° Sprungwendung in Shitzentai + Gyaku-Zuki in Zenkutsu-Dachi (alleine und mit Partner)
  • Partnerübung: Beide Gyaku-Zuki + Wendung am Partner vorbei über den Bauch
  • Mae-Geri (hinten absetzen) + Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki
  • Im Karo (Kiba-Dachi) – Tetsui-Uchi
  • Im Karo (Kiba-Dachi)
    1. Tetsui-Uchi
    2. Haito-Uchi (von innen nach außen)
    3. Empi
    4. Teisho-Uchi
  • Im Karo (Kiba-Dachi) – wie zuvor aber jeweils mit freier Kontertechnik
  • Wendungskombi:
    1. Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki
    2. Mawate + Age-Uke (in den Gegner rein) + Gyaku-Zuki
    3. 90°-Wende + Uchi-Uke (in den Gegner rein) + Gyaku-Zuki
    4. Mawate + Gedan-Barai + Gyaku-Zuki
  • Partnerübung: P1: Angriff Oi-Zuki jodan, P2: Sabaki + Ashi-Barai zum vorderen Fuß
  • Partnerübung im Stand aus Jiyu-Kamae:
    1. P1: Kizami-Zuki jodan, P2: Nagashi-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    2. P2: Gyaku-Zuki jodan, P2: Tate-Shuto-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    3. P3: Kizami-Zuki jodan, P2: Tate-Shuto-Uke & Tate-/Ura-Zuki
    4. P4: Gyaku-Zuki jodan, P2: Kirikaeshi + Tate-Shuto-Uke + Greifen + Tate-/Ura-Zuki
  • Am Ende gab es noch eine schöne längere Partnerkombination, die ich aber zu faul bin, hier niederzuschreiben 😉 .

Vierte Einheit: 1./2. Dan bei Markus Ruess

In der letzten Einheit war das Thema Kumite – speziell der Oi-Komi (überlaufene Gyaku-Zuki).

  • Partnerübung: wechselseitig lockerer schneller Kizami-Mawashi-Geri/Mawashi-Geri/Ura-Mawashi-Geri/Ushiro-Mawashi-Geri gedan, zum Oberschenkel
  • Zuki-Schritt-Kombination
    1. Shizentai: Zuki
    2. Rechts zurück in Zenkutsu-Dachi + Gyaku-Zuki
    3. Rechtes Bein wieder vor (Shizentai) + Zuki
    4. Rechts zurück in Zenkutsu-Dachi + Gyaku-Zuki
    5. Mae-Geri (hinten absetzen) + Gyakz-Zuki
    6. Rechtes Bein wieder vor (Shizentai) + Zuki
    7. Links vor in Zenkutsu-Dachi + Oi-Zuki
    8. Rechtes Bein vor (Shizentai) + Zuki
    9. Rechtes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    10. Rechts ran (Shizentai) + Zuki
    11. Rechtes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    12. Rechts ran (Shizentai) + Zuki
    13. Linkes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    14. Links ran (Shizentai) + Zuki
    15. Linkes Bein zur Seite (Kiba-Dachi) + Zuki
    16. Links ran (Shizentai) + Zuki
    17. 180°-Wendung in Shizentai nach rechts + Zuki
    18. 180°-Wendung zurück in Shizentai + Zuki + Zuki
    19. 180°-Wendung in Shizentai nach links + Zuki
    20. 180°-Wendung zurück in Shizentai + Zuki
    21. Beginn von vorn mit dem anderen Bein
  • Zwischendurch immer wieder lockeres Randori
  • Vorbereitung der folgenden längeren Partnerübung zum Oi-Komi
    1. P1: Gyaku-Zuki, P2; startet gleichzeitig mit Gyaku-Zuki
    2. P1: Oi-Komi
  • Partnerübung (wurde sukzessive aufgebaut):
    1. P1: Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki (Suri-Ashi), P2: Nagashi-Uke + Gedan-Barai
    2. P2: Gyaku-Zuki, P1: Nagashi-Uke + Oi-Komi

Erster Gasshukutag

Nach der gestrigen staureichen Anreise gefolgt von herzlichen Begrüßungen tausender bekannter Gesichter, Zeltaufbau und einer regenreichen  Nacht ging es heute um 7 (SIEBEN) Uhr für mich mit der ersten Trainingseinheit los.

Erste Einheit für alle Dangrade – Kata Gojushiho Sho – bei Hideo Ochi

Und weil es organisatorisch so schön passt, habe ich auch gleich noch die nächste Stunde mittrainiert.

Zweite Einheit 2./3. Kyu – Kata Chinte – bei Toribio Osterkamp

Jetzt war endlich Zeit für ein ausgedehntes und gemütliches Frühstück. Danach ging es direkt weiter.

Dritte Einheit 1./2. Dan bei Hirayama Yuko

  • Choku-Zuki (Schleudern)
    • Erste Stufe: Nur Hüfte vordrehen
    • Zweite Stufe: Hüfte vor- und wieder zurückdrehen (Double-Twist)
    • Dritte Stufe: Gravitation nutzen – nach unten sinken (Beine und Füße fest, Arme und Schultern locker)
  • In Zenkutsu-Dachi auf der Stelle – Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki mit intensivem Hüfteinsatz (Beine (Knie) bewegen sich nicht, Fersen am Boden, schnelle einzelne Techniken)
  • Locker – Fest (Kime) – Locker (0 – 10 – 0)
  • Kanku Dai
    • gerade Körperachse
    • Schwerpunkt verlagern – Körperverschiebung (der Körper steht voll hinter der Technik)
    • Ausholbewegung Shuto-Uchi – vor der Stirn -> große Halbkreisbewegung
    • Nicht nur den Körper, sonder auch den Geist auf das Ziel fokussieren
    • 45°-Kokutsu-Dachi – bis zur Mitte Hüfte gerade/draußen, Abdrehen erst ab der Mitte

Vierte Einheit: 1./2. Dan bei Toribio Osterkamp

Nach der Mittagspause und dem ersten Sprung ins kühle Rhein-Bodensee-Nass folgte die letzte heutige Trainingseinheit. Und das war die mit Abstand anstrengenste.

  • Age-Uke + Mae-Geri hinten absetzen + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Soto-Uke + Yoko-Empi + Tate-Uraken + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Uchi-Uke + Kizami-Mae-Geri + Mae-Geri hinten absetzen + Kizami-Zuki + Gyaku-Zuki (jeweils vor und zurück – beide Auslagen)
  • Vor Shuto-Uke + zurück Shuto-Uke + Gyaku-Nukite + über den Rücken vor Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Gyaku-Nukite
  • Zurück Shuto-Uke + vor Shuto-Uke + Gyaku-Nukite + über den Bauch zurück Shuto-Uke + Kizami-Mae-Geri + Gyaku-Nukite
  • Kata wettkampfartig
  • Katamarathon – ohne Pause bei vollem Kime
    • Heian I – V
    • Tekki Shodan
    • Bassai Dai
    • Enpi
    • Jion
    • Kanku Dai
    • Hangetsu
    • Heian I – V
  • Stretching

Zusammenfassung

Der erste Gasshukutag hat mir viele neue Details gebracht. Vor allem in der dritten Einheit bei Hirayama Yuko wurden diverse solche besprochen.

Kata meets Kumite

Heute war ich mit 6 weiteren Karateka meines Vereins in Reichenbach im Vogtland beim Lehrgang “Kata meets Kumite” mit Fiore Tartaglia (6. Dan) und Harald Strauß (6. Dan). Der Lehrgang fand im Rahmen des 15-jährigen Jubiläums des Karate-Welt-Reichenbach e.V. statt. Dazu nochmals herzlichen Glückwunsch.

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In den 4 Trainingseinheiten wechselten sich die beiden Trainer und das entsprechende Thema jeweils ab.

Bei Sensei Harald Strauß ging es um Kumite. Nach intensiver Erwärmung wurden viele verschiedene Angriffs- und Konterkombinationen, alleine und mit Partner trainiert. Neben einigen bekannten, wie einer Anwendung des Sprunges aus der Kata Meykjo, waren auch einige für mich recht ungewohnte Abfolgen dabei. Zudem hat sich wieder einmal gezeigt, dass Ushiro-Geri eine sehr schnelle und schwer zu blockende Technik ist, die ich nicht besonders gut kann 🙂 . Das Training war sehr motivierend und abwechslungsreich. Einzig die strikte No-Contact-Policy fand ich etwas irritierend.

In den beiden Kataeinheiten bei Sensei Fiore Tartaglia war das Thema Chinte. Ich bin die Kata bereits einige Male gelaufen, habe mich aber bisher noch nicht intensiv mit ihr beschäftigt und hatte den Ablauf nicht mehr drauf. Dementsprechend sinnvoll war es für mich, dass in der ersten Einheit zunächst einmal der Ablauf geübt wurde. In der zweiten schloss sich dann ein Bunkaiteil an. Ich muss sagen, dass ich die Kata sehr mag, und auch den Lehrstil von Fiore Tartaglia. Ich denke nach Sochin und Ji’in könnte das meine nächste Fokuskata werden. Aber bis dahin wird sicher noch etwas Zeit vergehen.

Zusammenfassend war auch das wieder ein toller Lehrgangstag bei dem ich viel neues gelernt habe.

Bilder mit Menschen drauf gibt es auf der Galerieseite zum Blogpost.

UPDATE: Viele Photos sind auch auf der Webseite des Dojos Taikikan zu finden.